DIE IKONOSTASIS: IKONEN und IKONENMALEREI



»Die Ikonostase ist die Grenze zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Die Ikonostase ist eine Erscheinung von Heiligen und Engeln … eine Erscheinung der himmlischen Zeugen und vor allem der Gottesmutter und Christi selbst. Die Ikonostase schließt den Altarraum nicht von den Gläubigen in der Kirche ab, sondern eröffnet ihnen das geistige Wesen des Geschehens im Altarraum. Die Bilder der Ikonostase zeigen, wie der Mensch wird, wenn er sich mit Gott vereint.«
Pavel Florenskij (1882–1937)


Ikonen wenden unseren Blick auf Christus und die Heiligen und machen die unsichtbare Realität des Himmelreiches gegenwärtig. In unserem Zentrum möchten wir das Interesse an der lebendigen Tradition der Ikonographie fördern, als eine Hilfe, Menschen zu Christus zu führen und den persönlichen Glaubensweg zu bereichern.

Einerseits bieten wir also Ikonenmalkurse an, bei denen man nicht nur die Technik des Malens lernen soll, sondern auch mit den Ikonen in ihrem ostkirchlichen Kontext, begleitet von Gebet und Liturgie der byzantinischen Tradition, vertraut wird.

Andererseits möchten wir durch Vorträge und Ikonenbetrachtungen diese Liebe bereichern und vertiefen.

 

Foto: J. Reves

IKONENMALKURS NOVEMBER 2016:

Das Zentrum für Ostkirchliche Spiritualität „Byzantinisches Gebetszentrum“ lädt von Dienstag, 20. Juni bis Sonntag, 25. Juni zu einer  Ikonenmalschule in Haus St. Ulrich in Hochaltingen in Bayern ein. Ikonen- und Ostkirchenexpert Diakon John Reves, Patoraler Mitarbeiter des Byzantinischen Gebetszentrums  leitet einen Ikonenmalkurs für Anfänger und Fortgeschrittene, bei dem nicht nur die Technik des Malens von Bedeutung sein soll, sondern vor allem auch das Vertraut Werden mit den Ikonen in ihrem ostkirchlichen Kontext. Begleitet von Gebet und Liturgie der byzantinischen Ostkirchen dient dieser Kurs als eine Zeit der Besinnung und geistlichen Vertiefung. 

Ikonenmalerei ist eine hohe liturgische Kunst, die den Glauben an die Menschwerdung Christi verkündet. Die Ikonen werden im Gebet und der Tradition nach mit Eitempera und Blattgold auf kreidegrundiertes Holz gemalt. Je nach erforderlichem Schwierigkeitsgrad stehen den TeilnehmerINNEn ein klassisches Motiv zur Verfügung.

Anmeldung beim Haus St. Ulrich: http://www.stulrichhochaltingen.de/



 eine kleine Ikonengallerie

Fotos: Claudia Henzler (oben) (http://www.henzlerworks.com) und John Reves (unten)