Montag, 27. November 2017

TAG DER BEGEGNUNG DES BYZANTINISCHEN GEBETSZENTRUMS IN SALZBURG IM ZEICHEN DER HIMMLISCHEN LITURGIE


Unter dem Motto „Kosmische Liturgie – Heaven on Earth“ fand der heurige Tag der Begegnung des Salzburger Zentrums für ostkirchliche Spiritualität „Byzantinisches Gebetszentrum“ unter Mitveranstaltung von Pro Oriente am Samstag den 25. November im Sitz des Zentrums im Bärengässchen 8 statt.

In der Konstitution über die Liturgie des zweiten Vatikanums, Sacrosanctum Concilium wird das uralte Verständnis der West- und Ostkirchen, dass die Liturgie, vor allem die Feier der Eucharistie, eine Vorwegnahme und Teilnahme im Hier und Jetzt an der himmlischen Liturgie ist, bestätigt: „In der irdischen Liturgie nehmen wir vorauskostend an jener himmlischen Liturgie teil, die in der heiligen Stadt Jerusalem gefeiert wird, zu der wir pilgernd unterwegs sind, wo Christus sitzt zur Rechten Gottes, der Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes (8) .“

Der Tag begann mit der Feier der dritte Stunde (Terz) des byzantinischen Stundengebets in der Heilig Geist Kapelle des Zentrums. Danach begrüßte Diakon John Reves, der Leiter des Zentrums alle Gäste und führte sie in seinem Eröffnungsvortrag in die Struktur der Göttlichen Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomos ein. Gleich darauf wurde die Göttliche Liturgie zum Abschluss der Nachfeier des Festes der Einführung der Gottesgebärerin in den Tempel von Jerusalem von Pfarrer Vitaliy Mykytyn, Seelsorger der griechisch-katholischen Gläubigen in Salzburg und Diakon John Reves gefeiert, begleitet von liturgischen Gesängen von Choristen der griechisch-katholischen Zentralpfarre St. Barbara in Wien unter der Leitung von Daniel Galadza.

Nach der Liturgie wurden die Besucher mit vegetarischen arabischen Speisen verköstigt. Diakon John Reves erklärte danach die Symbolik der Ikonostasis und der liturgischen Ausrüstung der Kapelle und gab eine kurze Präsentation über die Tätigkeit des Ostkirchenzentrums. Erzpriester Protosyncellus Yuriy Kolasa, Generalvikar für die Katholiken des Byzantinischen Ritus in Österreich begrüßte die Gäste, brachte die Wertschätzung des Ordinariats für das Byzantinische Gebetszentrum zum Ausdruck, sprach die Segenswünsche des Ordinarius für die Gläubigen des Byzantinischen Ritus in Österreich, Christoph Kardinal Schönborn aus und gratulierte dem neuen Leiter des Zentrums Diakon John Reves der seit September im Amt ist. Unter den vielen Gästen an diesem Tag war der neue Generalvikar der Erzdiözese Salzburg Roland Rasser.

Am Nachmittag gab es spannende Vorträge zum Thema Liturgie und Gebet in der byzantinischen Tradition. Daniel Galadza, wissenschaftlicher Assistent der Universität Wien, sprach über die Liturgie in der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche in der heutigen Zeit und betonte sowohl die großartige Erneuerung der liturgischen Praxis dieser Kirche seit dem II. Vatikanum und die verschiedenen Herausforderungen wie die Verwendung von lokaler Sprache und Inkulturation in der so genannten „Diaspora“ der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche im Ausland. Nach einem gemütlichen Nachmittags-Kaffee gaben zwei Freunde des Zentrums kurze Zeugnisse über die Bedeutung des Jesusgebetes, das bekannte innere Gebet der ostkirchlichen Tradition, für sie persönlich. Danach, im letzten Vortrag des Tages, sprach Erzpriester Josyp Veresh, Priester der griechisch-katholischen Eparchie (Diözese) Mukachevo-Uzhorod (Ukraine), Seelsorger und Dozent des „Language and Catechetical Institute“, in Gaming (NÖ), über das Jesusgebet und die Liturgie und zeigte den Zusammenhang von persönlichem und liturgischem Gebet im Leben der Gläubigen auf.

Am Ende des diesjährigen Tages der Begegnung fand eine feierliche Vesper im byzantinischen Ritus, gefeiert von V. Josyp Veresh und Diakon John Reves, und mit musikalischer Gestaltung der anwesenden Sänger des Jugendchors von St. Barbara in Wien statt.

Ein besonderer Dank gilt allen, die diesen Tag so wunderbar mitgetragen haben, den vielen Gästen die dazu gekommen sind, der Leitung der Mission Base Home für die Möglichkeit der Benutzung der zusätzlichen Räumlichkeiten und der Stiftung Pro Oriente für ihre großzügige Unterstützung als Mitveranstalter dieses Tages.  

Das Zentrum für Ostkirchliche Spiritualität „Byzantinisches Gebetzentrum“ lädt zu ihren wöchentlichen Gebetszeiten, und den vielen spezielleren Angebote im Lauf des Jahres (Exerzitien, Einkehrtage, Ikonenmalkurse, Tag der Begegnung etc.) ein.

 

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