Mittwoch, 18. Januar 2017

ÖKUMENISCHER RAT DER KIRCHEN, ÖSTERREICH: Weltgebetswoche für die Einheit der Christen von 18. bis 25. Jänner


Internationales Leitthema heuer im Zeichen des Reformationsjubiläums - Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich am 20. Jänner in Wien

Von 18. bis 25. Jänner findet die "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" statt. Während der Gebetswoche kommen in Österreich wie weltweit Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Das internationale Leitthema der Woche ist heuer dem Reformationsjubiläum geschuldet und stammt aus dem Zweiten Korintherbrief: "Die Liebe Christi drängt uns". Die damit in Zusammenhang stehenden liturgischen Materialien wurden von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland vorbereitet.

Wie es in einer Aussendung des Weltkirchenrates heißt, stehen heuer im Rahmen der Weltgebetswoche zwei Akzente im Vordergrund: "Zum einen soll es um die Feier der Liebe und Gnade Gottes gehen, der den Menschen allein aus Gnade rechtfertigt." Damit werde zugleich dem Hauptanliegen der Kirchen, die durch die Reformation geprägt sind, Rechnung getragen. Zum anderen "soll der Schmerz angesichts der tiefen Spaltungen, die aus der Reformation folgten, benannt und Schuld offen bekannt werden". So werde "die Möglichkeit eröffnet, Schritte auf dem Weg der Versöhnung zu gehen". In die Vorbereitungen der ökumenischen Arbeitsgruppe sei dabei vor allem auch das Apostolische Schreiben "Evangelii gaudium" ("Die Freude des Evangeliums") von Papst Franziskus eingeflossen.

Der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, neuer Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), unterstreicht das gute ökumenische Klima in Österreich: Freilich bleibe noch viel zu tun, um zu einem noch besseren gegenseitigen Verständnis zu gelangen. "Wir können das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, aber wir können trotzdem zu einer größeren Einheit kommen", so Hennefeld. Die einzelnen Kirchen sollten dazu ihre jeweiligen Traditionen und Eigenarten als "Schätze" in die kirchliche Gemeinschaft einbringen. "Ökumene ist kein kirchlicher Einheitsbrei oder Fruchtmus, sondern vielmehr ein Fruchtsalat, in dem die einzelnen Früchte noch gut sichtbar sind." Jede Kirche habe ihre Berechtigung sei und von den anderen in ihrer jeweiligen Lehre und ihrem Selbstverständnis zu respektieren.

In Österreich sind in den acht Tagen der Weltgebetswoche zahlreiche Veranstaltungen in allen Diözesen vorgesehen. Der traditionelle zentrale Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur Weltgebetswoche findet am Freitag, 20. Jänner, um 18 Uhr in der syrisch-orthodoxe Kirche Mor Ephrem (Stefan-Fadinger-Platz 1, 1100 Wien) statt. Die Predigt bei dem Gottesdienst, den der ÖRKÖ seit 1959 jährlich veranstaltet, hält heuer der syrisch-orthodoxe Chorespiskopos Emanuel Aydin.  Weiter auf http://www.oekumene.at/

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