Donnerstag, 21. April 2016

Hilfe für Ukraine

Schwestern und Brüder in Christo! Liebe Freunde!

Seit mehr als zwei Jahren brennen die ostukrainischen Provinzen Donetsk und Luhansk in den Flammen eines brutalen Krieges an dem ganz Ukraine leidet. Schon fast zehntausend Menschen sind dort ums Leben gekommen, abgesehen von hunderttausenden Verletzen und Traumatisierten welchen die bleibenden Spuren des Krieges ihr ganzes Leben an Leib und Seele tragen werden.  Hunderttausende haben ihre Häuser verloren und sind auf der Flucht. Die Infrastruktur der Region ist verwüstet, viele Häuser, Schulen, öffentliche Gebäude, Spitäler, Verkehrszentren und Kirchen zerstört. Der fragile Waffenstillstand wird sehr oft gebrochen und regelmäßig sterben Menschen, Zivilisten und Militär an der Front. Die Größe der Katastrophe ist ungeheuer. Sie betriff ganz Ukraine, die in einer Zeit in der das Land versucht aus dem Sumpf der Korruption, der das Land schon vor dem Krieg belastet hat, neue Wege der Demokratisierung zu gehen, um ihre materielle Existenz kämpft.

Am zweiten Sonntag der Osterzeit, der Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, lud unser Heiliger Vater die universelle Kirche, d.h. alle Pfarren der Welt ein, am Sonntag (24. April), mit einer Kollekte die leidenden Menschen in Ukraine durch humanitäre Hilfe zu unterstützen. Liebe Freunde, es ist das Jahr der göttlichen Barmherzigkeit und wir alle wissen wie nötig viele Teile der Welt in denen Kriegszustände herrschen, wie Syrien, Irak, Länder in Afrika und Ukraine, Zeichen von Gottes Barmherzigkeit brauchen. Vielleicht ist Ihnen die Geschichte einer Christusstatue bekannt, die im zweiten Weltkrieg die Hände verloren hat. Statt die Statue nach dem Krieg zu restaurieren, wurde auf das Podest Folgendes geschrieben: „Jesus hat keine anderen Hände als unsere Hände um sein Werk auf Erden zu tun.“ Ich bitte, dass wir, die wir mit Frieden und Freiheit gesegnet sind, seiner Hand erlauben, unsere Hände zu einem Akt der Großzügigkeit für unsere Schwestern und Brüder in Christo zu bewegen und uns am kommenden Sonntag großzügig an dieser Kollekte beteiligen. Möge unser Gott, der Gott des Friedens und der Versöhnung, den leidenden Menschen in Ukraine und an allen Orten der Welt wo Krieg herrscht Heilung und Friede schenken!

Ich möchte auf zwei sehr interessante Interviews mit Kyr Borys Gudziak, Bischof der ukrainisch-griechisch-katholischen Diözese von Paris und Außensprecher der UGKK hinweisen in dem er die prekäre Situation in Ukraine schildert:

Deutsch: http://www.kathpress.at/goto/meldung/1366921/katholiken-in-ganz-europa-sammeln-am-24.-april-fuer-ukraine
 

Englisch:http://news.ugcc.ua/en/articles/pope_francis_uncovers_the_hidden_and_forgotten_humanitarian_crisis_in_ukraine_76534.html

 Christus ist auferstanden!

In Christo Diakon John
Byzantinisches Gebetzentrum, Salzburg

Montag, 18. April 2016

KATHPRESS: Katholiken in ganz Europa sammeln am 24. April für Ukraine

Wien-Vatikanstadt, 18.04.2016 (KAP) In allen katholischen Gottesdiensten in ganz Europa und damit auch in Österreich wird am Sonntag, 24. April, Geld für die notleidende Bevölkerung in der Ukraine gesammelt. Dazu hat Papst Franziskus Anfang April aufgerufen. Mit der Sammlung solle das materielle Leiden der Menschen gelindert und die Solidarität der Kirche mit der leidenden Bevölkerung zum Ausdruck gebracht werden, so der Papst.

Der Krieg in der Ostukraine hat bis jetzt fast 10.000 Tote gefordert, zehntausende Menschen wurden verletzt, hunderttausende sind traumatisiert. Fast zwei Millionen Ukrainer wurden in ihrem eigenen Land zu Binnenvertriebenen, mehr als eine Million flüchteten ins Ausland. Insgesamt sind mehr als fünf Millionen Menschen von den Wirren des Krieges betroffen, darunter mehr als 1,7 Millionen Kinder.

Bischof Borys Gudziak, Außenbeauftragter der Ukrainischen Griechisch-katholischen Kirche, begrüßte im "Kathpress"-Interview die Initiative des Papstes. Diese sei vor allem auch eine große moralische Hilfe für das ukrainische Volk, so der Bischof. Der Westen negiere weitgehend, dass in der Ukraine der Krieg immer noch weitergeht, trotz eines Waffenstillstandsabkommens. Die Bevölkerung sei erschöpft "und am Limit", so der Bischof wörtlich. Das ukrainische Volk ertrage die Leiden des Krieges mit großer Würde und viel interner gegenseitiger Solidarität. Das habe es für den Westen bisher auch leicht gemacht wegzuschauen. Doch damit müsse nun Schluss sein.

"Betet für Frieden und Gerechtigkeit in der Ukraine, informiert andere über unsere Situation und helft uns auch materiell", so der Appell des ukrainischen Bischofs an die Katholiken in Österreich.

WEITER AUF https://www.kathpress.at

O-Töne von Bischof Borys Gudziak sind in Kürze unter www.kathpress.at/audio abrufbar.