Dienstag, 8. März 2016

KATHPRESS: Wien: Griechisch-katholisches Gedenken an Pseudo-Synode von Lwiw

(KATHPRESS) Vor 70 Jahren, am 8. März 1946, wurde die Ukrainische Griechisch-katholische Kirche von den Sowjets liquidiert und musste bis 1989 im Untergrund bestehen - 1.500 Priester wurden ermordet oder inhaftiert, 1.100 traten zur orthodoxen Kirche über, 700 flohen ins Ausland und 200 gingen in den Untergrund - Aufruf zum "Gebet für Versöhnung, Heilung und Einheit" 

Wien, 07.03.2016 (KAP) Die Ukrainische Griechisch-katholische Kirche (UGKK) begeht am 8. März das Gedenken an die sogenannten "Lemberger Pseudo-Synode" ("Lwiw Sobor"). Bei dieser Synode vor 70 Jahren wurde die mit Rom in Union stehende Kirche byzantinischer Tradition von den Sowjets aufgelöst und für illegal erklärt. Für die UGKK begann eine Zeit der brutalen Verfolgung und Unterdrückung, die bis 1989 dauern sollte. Das Gedächtnis daran ist tief im Bewusstsein der Kirche und ihrer Gläubigen eingeprägt. Für Österreich hat der griechisch-katholische Generalvikar Yurij Kolasa die Geistlichen und Gläubigen seiner Kirche anlässlich des Jahrestags zum "Gebet für Versöhnung, Heilung und Einheit" aufgerufen.

Die Zahl der "unierten" Gläubigen in Österreich beträgt insgesamt rund 10.000. Gemeinden gibt es in Wien, Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Innsbruck. Die überwiegende Mehrheit gehört der UGKK an, es gibt aber auch Gläubige der rumänischen, ungarischen, slowakischen, serbischen und melkitischen griechisch-katholischen Kirche, für die insgesamt 22 Priester seelsorglich wirken.

Die UGKK ist heute eine der religiös und gesellschaftlich bedeutenden Kirchen in der Ukraine. Sie war 1596 im Rahmen der "Union von Brest" entstanden, als sich ein Teil der orthodoxen Bischöfe zu einer Union mit Rom entschloss. 
Weiterlesen auf KATHPRESS

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen