Freitag, 13. Juni 2014

Ukrainisch Griechisch-Katholische Jugend auf dem Pfingstkongress in Salzburg

Heuer fand zum 15. Mal der jährliche Pfingstkongress, "Fest der Jugend", der katholischenLoretto-Gemeinschaft in Salzburg statt. Von 6. bis 9. Juni versammelten sich ca. 6000 Jugendliche und Junggebliebene aus mehreren Ländern Europas wie Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien und auch der Ukraine um Tage des Gebetes, des Lobpreises, der Katechese, der geistlichen Erneuerung, der Lebensübergabe und Sendung zu erleben.

mit Kardinal Schönborn

Zum zweiten Mal kam eine Gruppe von ukrainisch griechisch-katholischen Jugendlichen, aus der Pfarre St. Barbara in Wien und den Gemeinden in Linz und Salzburg um an diesem "Fest der Jugend" teilzunehmen. Protopresbyter Vater Yuriy Kolasa, Protsyncellus des Ordinariats für katholische Gläubige des byzantinischen Ritus in Österreich und Vater Diakon John Reves aus der ukrainisch griechisch-katholischen Gemeinde St. Markus in Salzburg begleiteten und betreuten sie. Dieses Jahr kamen höchst erfreulicherweise Vater Liubomyr Hladiuk, Leiter der Jugendkommission der UGKK mit vier Jugendlichen aus Lwiw dazu. Ausgerüstet mit einer ukrainischen Fahne und durch die Beiteiligung des UGKK Klerus an den feierlichen römisch-katholischen Messen während des Kongresses in byzantinischen Gewändern, war die Gruppe ein sichtbares Zeichen der Einheit der Kirche und der Gemeinschaft der Europäischen Christen.


Während dieses Kongresses fanden spannende Katechesen und Impulse u.a. von Nicky Gumbel, Gründer des Alpha Kurses und S.E. Kardinal Christoph Schönborn zum Thema Jüngerschaft und Nachfolge Jesu. Kardinal Schönborn, Ordinarius für die katholischen Gläubigen des byzantinischen Ritus in Österreich, freute sich sehr über die Anwesenheit der ukrainischen Jugendlichen und des Klerus aus Österreich und der Ukraine. 


Der Höhepunkt dieser Tage war das Pfingstfest. Am Vorabend fand im Dom von Salzburg ein tief beeindruckender "Abend der Barmherzigkeit" mit Beichtgelegenheit bei an die hundert Priestern und einer Prozession mit dem Allerheiligsten durch die Menge der betenden Jugendlichen statt. Die Pfingstsonntagsliturgie feierten die ukrainischen Jugendlichen in der Markuskirche  mit und genossen die Gastfreundschaft von Pfarrer Vater Vitaliy Mykytyn und der ukrainischen Gemeinde. Am Nachmittag fand im Dom ein sehr berührendes Gebet für die Erneuerung im Hl. Geist statt mit der Möglichkeit eines konkreten Schrittes, Jesus sein Leben ganz zu schenken. Am Abend stiegen einige tausend Jugendliche mit dem Erzbischof von Salzburg, Franz Lackner, auf den Nonnberg und zur Festung Hohen Salzburg um bei herrlichem Sonnenuntergang für die Stadt Salzburg und ganz Europa zu beten. Ein ganz besonderer Moment dabei war die Fürbitte für Frieden in der Ukraine, bei der die ukrainische Gruppe das traditionelle byzantinische Heilig-Geist-Gebet "Himmlischer König" auf ukrainisch und deutsch sang. 

"Himmlischer König, Tröster, Geister der Wahrheit komm und nimm Wohnung in uns…"
 (Copyright Loretto Gemeinschaft)

Mit erfüllten und dankbaren Herzen kehrten die ukrainischen Jugendlichen und Priester nach Wien, Linz und Lwiw zurück, um wie Kardinal Schönborn sagte, die "Apostelgeschichte weiter zu schreiben".


Ein ganz besonderer Dank gilt sowohl Vater Taras Chagala, Pfarrer von St. Barbara in Wien für Seine grosszügige Unterstützung, als auch an Vater Vitaliy Mykytyn dem Seelsorger der griechisch-katholischen Gläubigen in Salzburg und seiner Gemeinde für ihren freundlichen Empfang und Vater Andreas Bonenberger, Leiter des Byzantinischen Gebetszentrums in Salzburg, der seinen Pfarrhof als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt hat.


Wir freuen uns schon auf Pfingsten 2015 in Salzburg!


V. Diakon John und Pani Matka Mirella 


Weiter Fotos:  http://loretto.at/pfingsten/galerie/fotos-pfingsten14


Video: http://loretto.at/video/pfingsten-2014-lass-es-so-weitergehen-n

Mittwoch, 11. Juni 2014

Irak: Düstere Zukunft in Mossul (RADIO VATIKAN)

Die wenigen Christen im irakischen Mossul fürchten um ihre Zukunft. Das sagt gegenüber Radio Vatikan der frühere syrisch-katholische Bischof der zweitgrößten irakischen Stadt, Basilios Gregorius Casmoussa. Dschihadisten brachten am Dienstag Mossul und eine ganze Provinz unter ihre Kontrolle. Die Regierung in Bagdad schaut machtlos zu - und bittet um Militärhilfe. Alt-Bischof Casmoussa lebt seit einiger Zeit im Libanon, hält aber weiterhin engen Kontakt mit seinen Bekannten in Mossul.

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KATHWEB: Papst: "Es braucht mehr Mut zu Frieden als zum Krieg"

Israels Staatspräsident Shimon Peres und der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas haben am Sonntagabend im Vatikan gemeinsam mit Papst Franziskus für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern gebetet. Während des Gebetstreffens in den Vatikanischen Gärten forderte der Papst von beiden Seiten den Mut, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Die "Spirale des Hasses und der Gewalt" müsse durchbrochen werden, so Franziskus.

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Pfingsten 1994, Lwiw

Pfingsten 1994, Lwiw