Donnerstag, 27. Februar 2014

Ukrainischer Großerzbischof: Russland schürt Konflikt (KATH.NET)


Griechisch-katholisches Oberhaupt Schewtschuk: "Kreml agiert wie 2008 vor dem Krieg mit Georgien um Südossetien" - Die Ukraine kämpfe um ihre Identität, sagte der Großerzbischof

Rom (kath.net/KAP) Das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk (Foto), hat schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben. Offenbar gebe es in dem Nachbarland Kräfte, die einen Bürgerkrieg in Ukraine schüren wollten, sagte er der italienischen Tageszeitung "Il Messaggero" (Mittwoch).

Mit dem Abzug seines Botschafters und dem Angebot der russischen Staatsbürgerschaft an die Ukrainer auf der Krim verfolge Moskau eine bekannte Strategie. Genauso habe sich der Kreml 2008 vor dem Krieg mit Georgien um Südossetien verhalten, so das Oberhaupt der größten mit Rom unierten Ostkirche, die bis zur Jahrtausendwende ihr Zentrum im früher österreichischen Lemberg hatte. Weiter auf KATH.NET

Kardinal Koch: Hoffnung auf Papstbegegnung mit Bartholomaios (RADIO VATIKAN)

Der vatikanische Ökumene-Verantwortliche Kardinal Kurt Koch setzt große Hoffnung auf die bevorstehende Begegnung von Papst Franziskus mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel. Dieses Treffen solle die „Leidenschaft für Gemeinsames“ wieder anfachen. Denn „wir sind letztlich eine Kirche“, betonte Koch bei einem Vortrag in St. Pölten. Bartholomaios I. und Papst Franziskus werden sich im Mai in Jerusalem begegnen. Allgemein galt Kochs Ansprache dem Gottesdienst. Koch rief dazu auf, „die Schönheit der katholischen Liturgie“ wiederzuentdecken. Gerade auch im intensiven Gespräch mit anderen christlichen Konfessionen sei ihm der „Reichtum der eigenen Riten bewusst geworden“. Dabei könnte man viel voneinander lernen, sagte der vatikanische Ökumene-Verantwortliche. 

Von den evangelischen Christen könne etwa die Bedeutung des Wortes Gottes für die Liturgie gelernt werden. Umgekehrt sei durch den ökumenischen Dialog in der evangelischen Kirche die Wertschätzung für die Doxologie gestiegen, so der gebürtige Schweizer, der seit Juli 2010 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ist. Von der orthodoxen Christenheit habe die römisch-katholische Kirche die „kosmologische“ Bedeutung der Liturgie stärker erkannt. Die Liturgien des Ostens seien stark von der Verschränkung der auf Erden gefeierten Liturgie mit der himmlischen Liturgie durchdrungen. Umgekehrt könnten Orthodoxe von der katholischen Kirche lernen, die Liturgie besser für die Gläubigen zu erschließen, etwa in der Diaspora. 

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des Internetauftritts von Radio Vatikan 

Ewiges Gedächtnis! Vichnaja Pam'jat! Kirche St. Markus in Salzburg gedenkt die Opfer von Gewalt in Kyiv



Diverse Neuigkeiten der Ukrainisch Orthodoxe Kirche-Moskauer Patriarchat (RISU)


UOC-MP ELECTS LOCUM TENENS FOR KYIVAN METROPOLITAN CHAIR


RISU was informed by the Synodal Information Department of the UOC-MP that a meeting of the Synod of the Ukrainian Orthodox Church was held in Kyiv on February 24. The meeting, in accordance with the Charter of the Ukrainian Orthodox Church, was chaired by Metropolitan Ahafanhel of Odesa and Izmail, the oldest by ordination permanent member of the Synod.
As stated in the report, “due to the physical inability of Metropolitan of Kyiv and All Ukraine to carry out the duties of the Primate of the Ukrainian Orthodox Church, which the members of the Synod have seen personally when they visited His Beatitude in the hospital, the Synod has decided it is necessary to elect a locum tenens for the Chair of the Kyivan Metropolitan.”

UOC-MP READY FOR DIALOGUE WITH UOC-KP AND UAOC


On February 24 the Synod of the Ukrainian Orthodox Church-Moscow Patriarchate, chaired by locum tenens of the Kyivan Metropolitan Chair Metropolitan Onufriy of Chernivtsi and Bukovyna,discussed the “Appeal of the Holy Synod of the UOC-KP to the Ukrainian Orthodox Church-Moscow Patriarchate on the Urgency of Overcoming the Division of the Orthodox Church in Ukraine,” dated February 22, 2014.


UOC-MP SYNOD CONDEMNS CRIMINAL ACTIONS OF YANUKOVYCH’S GOVERNMENT


The Synod of the Ukrainian Orthodox Church of the Moscow Patriarchate (UOC-MP) at a meeting on February 24 adopted an appeal to the government in connection with the recent developments in Ukraine, in which the Synod condemned the “criminal actions of the government that provoked the bloodshed on the streets and squares of the gold-domed Kyiv” and assured of prayers for the dead and care of the wounded.
The Synod of the UOC-MP also stressed the importance of “building a new country on the principles of good and justice, territorial integrity, and consolidation of society” and that “the authorities should be aware of its responsibility before God, its own conscience, past, present and future generations.”




UGKK: „Unsere Aufgabe ist nun, unsere eigenen Hass zu überwinden“, - das Oberhaupt der UGKK



Am 23. Februar kam Seine Seligkeit Sviatoslav Shevchuk, das Oberhaupt der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, zur Sitzung des Bischofsrates nach Rom und traf sich dort mit den ukrainischen Migranten aus verschiedenen Orten Italiens.

Am Vormittag betete er die Göttliche Liturgie und das Totengedächtnis für die Opfer von Maidan. Danach erzählte er von der Situation in der Ukraine.
„Von Anfang an bemühten wir uns darum, das Blutvergießen nicht zuzulassen. Mit einem jeden Tag wurde aber die Situation immer kritischer“,- sagte der Vorsteher der UGKK.
Die Kirchen öffneten ihre Türen für die Demonstranten und Verletzten, und die Vertreter von Kirchen und kirchlichen Organisationen versuchten eine Vermittlerrolle zu spielen.
Der Beginn der Arbeit im Parlament sei nach ihm ein wahres Wunder. Er bat die Menschen bei der Begegnung darum, den Hass zu überwinden und an den morgigen Tag zu denken.
Wegen des Interesses für ukrainische Fragen wird der Großerzbischof der UGKK am 25. Februar im Zentralbüro des Radios Vatikan eine Pressekonferenz geben.

ÖSTERREICH: Außenminister Kurz betont gute Zusammenarbeit mit orthodoxer Kirche (PRO ORIENTE)


Zusammenleben der Religionen in Österreich vorbildlich – Metropolit Arsenios: „Orthodoxe Kirche in Österreich vereint Menschen im Geist Europas über alle Grenzen hinweg“

Wien, 25.02.14 (poi) Die gute Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften, insbesondere auch mit der orthodoxen Kirche, unterstrich Außenminister Sebastian Kurz am Montagabend Jahresempfang für die Orthodoxen im Marmorsaal seines Ministeriums. Im Hinblick auf die Integration von Zuwanderern bekannte sich der Außenminister zu seiner Überzeugung, dass „Religion niemals Teil des Problems“ sein darf, sondern „Teil der Lösung“ sein muss. Das setze voraus, dass die Religion richtig verstanden wird und dass Wissen über die eigene Religion vorhanden ist. Aus diesem Grund waren zu dem Jahresempfang für die orthodoxen Kirchen – dessen Tradition Kurz noch als Staatssekretär im Vorjahr begründet hatte – mit den Repräsentanten der Orthodoxie mit Metropolit Arsenios (Kardamakis) an der Spitze auch orthodoxe Religionslehrerinnen und –lehrer eingeladen. 

Es gehe um das „Zusammenleben in Vielfalt“, betonte der Außenminister und erinnerte daran, dass die Integration von Menschen mit verschiedenen Religionsbekenntnissen eine „Bereicherung für die Gesellschaft“ darstellt. Zugleich könne die Beheimatung in einer religiösen Gemeinde für Menschen, die neu nach Österreich kommen, ein „Ort der Sicherheit“ sein. Der Außenminister bezeichnete das Zusammenleben der Religionen in Österreich als „vorbildlich“. Österreich könne auch das Zusammenführen der Politikfelder Integration, Europa, Außenpolitik in die Welt tragen. Weiter auf PRO ORIENT

Montag, 24. Februar 2014

Landesweit Trauergottesdienste – Wiedervereinigung der Orthodoxen? (RADIO VATIKAN)




Mit Trauergottesdiensten hat die Bevölkerung in der ganzen Ukraine am Sonntag der mehr als 80 Toten der Straßenschlachten zwischen Polizisten und Demonstranten gedacht. Das Oberhaupt der von Moskau abgespaltenen orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats, Filaret, betonte, dass die Menschen ihre Feinde lieben sollten. In einem TV-Interview sprach er sich aber für eine Bestrafung der Täter aus. Alle müssten sich für ihre Taten verantworten. Filaret schlug der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats zugleich eine Wiedervereinigung beider Konfessionen vor. Angesichts der aktuellen Tragödie wünsche er sich, dass beide Kirchen ihre seit mehr als 20 Jahren andauernde Teilung überwinden würden. Dieser Schritt würde auch die Bevölkerung einigen.

Im Zuge der 1991 erlangten Unabhängigkeit des Landes von der Sowjetunion hatte sich ein großer Teil der orthodoxen Kirche vom Moskauer Patriarchat getrennt und ein Kiewer Patriarchat gegründet. Damit sollte der Einfluss Moskaus zurückgedrängt werden. Theologische Unterschiede standen nicht im Vordergrund. Das Schisma löste einen erbitterten Kampf um Kirchengebäude im ganzen Land aus. Wegen der Kirchenspaltung exkommunizierte ein russisch-orthodoxes Bischofskonzil den Kiewer Patriarchen Filaret und belegte ihn zudem mit dem strengsten Kirchenbann, dem Anathema. Zu beiden Kirchen bekennen sich laut Umfragen ungefähr gleich viele Menschen. Die Kirche des Moskauer Patriarchats hat allerdings deutlich mehr Pfarreien.



Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/02/23/landesweit_trauergottesdienste_%E2%80%93_wiedervereinigung_der_orthodoxen/ted-775819
des Internetauftritts von Radio Vatikan

Ökumenisches Patriarchat: His All-Holiness holds Memorial Service for Ukrainian victims

On Sunday, February 23, 2014, following the Divine Liturgy, His All-Holiness held a Memorial Service (Trisagion) for those who lost their lives during the recent ongoing protests in Ukraine. The service, which was held in Greek and Church Slavonic, was attended by the Acting Consul General of Ukraine in Istanbul, the Hon. Andriy Mostyskyi, the Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary of Georgia to Turkey, His Excellency Irakli Koplatadze, as well as faithful from all over the world, including Turkey, Greece, Ukraine and other countries.

Afterward, the Patriarch lit a candle at a small tribute arranged in the courtyard outside of the Patriarchal Church of St. George by Ukrainian Orthodox faithful living in Istanbul, who were inspired by the recent message of His All-Holiness calling for a peaceful resolution to the turmoil in Ukraine. http://www.patriarchate.org

Gebet für Ukraine in Salzburg


Sonntag, 23. Februar 2014

Gebet für Ukraine im Stephansdom mit Kardinal Schönborn: Samstag 1. März 2014

Am Samstag, den 1. März 2014 um 18:00 Uhr wird S. Em. Christoph Kardinal Schönborn eine Heilige Messe im Dom zu St. Stephan zelebrieren. Seine Eminenz wird mit allen Priestern und Gläubigen des byzantinischen Ordinariats für Frieden in der Ukraine beten. Nach der Liturgie wird ein Totengedenken (Panachyda) für die Opfer der Gewalt in Kiew und der ganzen Ukraine gefeiert werden.

Eine Hymne für Ukraine

Begräbnis von Bohdan Solchanyk, Lehrer der Ukrainisch Katholische Universität, Opfer der Gewalt in Kyiv am 20.02. Ewiges Angedeken! Vichnaja Pam'jat!

 Fotogallerie des Begräbnis/Requiems in Lviv

Video des Begräbnis in der Kirche der Heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus, Lviv

Ukrainisch Katholische Universität, Lviv 

Ukrainisch Katholische Universität und EUROMAIDAN






Troparien für die Verstorbenen, 4. Ton:

Mit den Seelen der vollendeten Gerechten laß ruhen, Erlöser, die Seele Deines Dieners! Bewahre sie zum seligen Leben bei Dir, Du Menschenliebender!

In Deiner Ruhestätte, Herr, wo alle Deine Heiligen sich finden, laß auch die Seele Deines Dieners ruhen, denn Du allein bist der Menschenliebender!

Ehre dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste!
Du bist unser Gott, der in die Hölle hinabstig und die Fesseln der Gebundenen löste, bringe Du selbst zur Ruhe die Seele Deines Dieners!

Jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen.
Du einzig reine und makellose Jungfrau, die Du ohne Samen Gott geboren hast, bitte, daß erlöst werde seine Seele!

EWIGES GEDÄCHTNIS! 

GRAZ: GEBET FÜR DIE UKRAINE

Gebet für Frieden

Kirchliche Einrichtungen rufen zum gemeinsamen Taizégebet für Friede und Gerechtigkeit in der Ukraine auf.
Eine Gruppe der Kath. Hochschulgemeinde war vergangene Woche zu Besuch bei ihrer griech.-kath. Partnerorganisation Obnova in Lemberg und Ternopil. Hochschulseelsorger Alois Kölbl konnte mit tausenden Menschen, die Frieden und Gerechtigkeit für ihr Land wollen, jeden Abend auf dem Kiever Maidan beten. Menschen aller Generationen und Gesellschaftsschichten, vor allem aber Jugendliche waren am Platz versammelt. Mamuka Tsilosani, ein junger Jurist in Kiev, der mit seiner Jugendgruppe vor ein paar Jahren im Rahmen des EU-Projektes „Jugendliche in Aktion“ zu Gast in der KHG-Graz war, sagt: "... there is a war between the government and civil people, so we ask God to bless the people from terror of government, to protect the people that are protesting for their rights, to give wisdom to government. - Ukraine needs Europe now or never ..."

Graz und Kiev

Tief betroffen und mit großer Besorgnis und Anteilnahme werden die Ereignisse am Maidan in Kiev verfolgt. Beim Taizétreffen zu Silvester in Strasbourg haben 2.500 Jugendliche aus der Ukraine teilgenommen. Die Junge Kirche, die Katholische und Evangelische Hochschulgemeinde und das Augustinum beten für die Menschen in der Ukraine. Frieden, Gerechtigkeit und demokratische Strukturen in der Ukraine sind das besondere Gebetsanliegen an diesem Abend, zu dem  jeder sehr herzlich im Geist der Brüder von Taizé eingeladen ist.

Taizégebet für Frieden und Gerechtigkeit in der Ukraine

Wann: Dienstag, 25. Februar, 19:00 Uhr
Wo: Stiegenkirche, Sporgasse Graz

http://www.katholische-kirche-steiermark.at

Auch von Interesse in Graz:  Ilija Trojanow: Demokratie verteidigen im digitalen Zeitalter

Patriarch Sviatoslav: Appeal for a prayer for Ukraine to all Christians

The life of every person, the communion of people, our human dignity are all gifts of God. In Ukraine these gifts have been brutally trampled. Millions of our faithful and other committed citizens of Ukraine have for almost 3 months peacefully demanded to live with dignity. This week over 100 people have been cold-heartedly killed, thousands are injured. Our country is in the midst of a profound tragedy. The danger of further violence and fragmentation hangs over our land. Our Church and all the religious communities of our country have pleaded for peace and justice. In the name of the Ukrainian Greek Catholic Church I appeal through my brother bishops to all clergy, religious and faithful of the Catholic Church to pray for peace, justice and human dignity in Ukraine this Sunday. Our country needs abundant graces to emerge from this great trial. Our hope is in the Lord. Please pray to our Loving God for peace in Ukraine.
+ SVIATOSLAV
Major Archbishop of Kyiv-Halych,

Das ist der Inhalt des Aufrufs Seiner Seligkeit Sviatoslavs, des Oberhaupts der UGKK, an alle Christen in der Welt, für die Ukraine zu beten.
Das Oberhaupt der UGKK ruft die Christen dazu auf, am Sonntag, dem 23. Februar 2014, für den Frieden und die Gerechtigkeit in der Ukraine zu beten, weil sich das Land gerade mitten in einer großen Tragödie befindet.
„Im Namen der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche appelliere ich durch meine Mitbrüder im Bischofsamt an die Geistlichen, Gemeinden und Gläubigen der Katholischen Kirche, für den Frieden, die Gerechtigkeit und die Menschenwürde in der Ukraine an diesem Sonntag zu beten. Unser Land braucht reiche Gnade, um diese schwere Prüfung zu bestehen“, schreibt der Vorsteher der UGKK.