Samstag, 22. Februar 2014

RISU: UGCC Bishop Borys Gudziak on EuroMaidan’s Heroes

On his Facebook page, Ukrainian Greek Catholic Bishop Borys Gudziak posted photos of EuroMaidan’s deceased heroes and urged for the creation of “the lives of the martyrs.”
“Greater love has no one than this: to lay down one’s life for one’s friends” (John 15:13).
“I encourage everyone, especially journalists, to create the lives of the martyrs who gave their lives for our dignity, for our liberty,” he writes.

Bishop Borys wished for the feat of the victims to become the conversion to our dignity.
“Let their witness, death, and eternal life be for us a source of understanding truth and a return to our dignity,” said the bishop.

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On February 20 in Kyiv, 70 to 100 people were killed, and this is not the final figure.
Among the dead is a lecturer at the Ukrainian Catholic University, Bohdan Solchanyk. A sniper’s bullet pierced his head.

Earlier the press service of the Kyiv City State Administration reported that 67 bodies were delivered to the Bureau of Forensics. Of those killed, 9 died in hospitals. The Ministry of Health reported that 551 demonstrators received medical aid in the city’s hospitals. Three hundred and thirty-two were hospitalized. http://risu.org.ua/en/

„Besonders scharf müssen diejenigen verurteilt werden, welche heute auf unbewaffnete Menschen schießen, sowie jene, welche derartige verbrecherische Befehle erteilen“, – das Oberhaupt der UGKK

Der höchste Wert ist die Würde und das Leben einer Person. Der höchste gesellschaftliche Wert ist der Frieden, welcher über diese Würde wacht. Nicht ein Waffenstillstand, sondern ein echter Frieden, welcher aus dem Inneren der Gesellschaft selbst hervorgeht und ihre grundlegende Komponente darstellt. Deshalb sollen wir alle den Frieden aufbauen und alles Mögliche tun, damit der Friede dauerhaft und fest sei. 
 

Das sagte in einem Kommentar für die Nachrichtenabteilung der UGKK zu den letzten tragischen Ereignissen in Kiew Seine Seligkeit Sviatoslav, der Vater und das Oberhaupt der UGKK.
Er betonte, dass der Gesamtukrainische Rat der Kirchen und der religiösen Organisationen (GRKrO) seine Bereitschaft erklärt habe, sich als Friedensstifter zu betätigen. „Der GRKrO ist bereit, alle zugänglichen Mittel einzusetzen, um den Frieden in unserem Land wiederherzustellen“, – so der Wortlaut der Erklärung des GRKrO anlässlich der Gewalteskalation in Kiew. 
„Die Kirche verurteilt immer die Gewalt, von welcher Seite diese auch immer ausgeht – jeden, der zur Waffe greift. Besonders gefährlich unter den gegenwärtigen Bedingungen sind die Aufrufe zum bewaffneten Kampf. Besonders scharf müssen diejenigen verurteilt werden, welche heute auf unbewaffnete Menschen schießen, sowie jene, welche derartige verbrecherische Befehle erteilen“, – so das Oberhaupt der UGKK. Dann fügte er hinzu, dass die Kirchen auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew mit ihrem Volk bleiben, weil sie zum Friedensprozess beitragen wollten. „Die Kirche verurteilt alle Aufrufe zur Gewalt, weil diese dem Gottesgesetz und den Wahrheiten des Evangeliums widersprechen“, – erklärte S. S. Sviatoslav.
Das Oberhaupt der UGKK betonte, dass man in all diesen tragischen Ereignissen die Würde jedes menschlichen Lebens bewahren solle. „Jeder Mensch, unabhängig davon, auf welcher Seite der Barrikaden er steht, ist ein Kind Gottes. Niemand darf die Entscheidung fällen, menschliche Leben zu opfern“. http://news.ugcc.org.ua/de/

UKRAINE: Appell des Ökumenischen Patriarchen zur sofortigen Beendigung des Blutvergießens (PRO ORIENTE)



„Es gibt keinen Raum für brutale Gewalt in einer demokratischen Nation des 21. Jahrhunderts“ – Bartholomaios I. nimmt die gewählten Führungspersönlichkeiten „sowohl in der Regierung als auch in der Opposition“ in die Pflicht


Istanbul-Kiew, 21.02.14 (poi) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat am Freitag einen flammenden Appell zur sofortigen Beendigung des Blutvergießens in der Ukraine und zum Dialog veröffentlicht. Mit großer Betroffenheit habe er die andauernde und sich ständig verschlechternde tragische Situation in der Ukraine in den letzten Wochen verfolgt, stellte Bartholomaios I. fest: „Die Brüder und Schwestern in der Ukraine empfinden wir als unser eigenes Fleisch und Blut“. Er richte einen Friedensappell an die Behörden einer „demokratischen und unabhängigen Nation“, deren gewählte Führungspersönlichkeiten – „sowohl in der Regierung als auch in der Opposition“ – die Letztverantwortung für die Verteidigung der Würde des menschlichen Lebens haben. Wörtlich heißt es in dem Appell weiter: „Es gibt keinen Raum für brutale Gewalt und Blutvergießen in einer demokratischen Nation des 21. Jahrhunderts“. Weiter auf PRO ORIENTE

Caritas-Chef begrüßt Friedensabkommen in der Ukraine (KATHWEB)

Der Caritas-Chef
in der Ukraine, Andrij Waskowycz, hat das Abkommen zwischen
Staatspräsident Viktor Janukowitsch und der Opposition zur Lösung der
Krise begrüßt. "Ich bin guter Dinge, dass damit eine Deeskalation
erreicht wird", sagte er am Freitag der deutschen Katholischen
Nachrichten-Agentur KNA. Allerdings bedauerte Waskowycz, dass die
Präsidentschaftswahl nur um wenige Monate auf Ende des Jahres vorgezogen
werden soll.





Besonders positiv bewertete der Präsident des katholischen
Sozialverbandes, dass das Parlament am Freitag nur etwa eine Stunde nach
der Unterzeichnung des Abkommens ohne Gegenstimme die Rückkehr zur
Verfassung von 2004 beschloss. Damit würden die bisherigen Befugnisse
des Staatsoberhaupts wie vereinbart zugunsten des Parlaments und der
Regierung beschnitten. Es handele sich also nicht nur um
Lippenbekenntnisse des Regierungslagers. Gut sei auch, dass man
Janukowitsch nicht garantiere, dass er für mögliche Straftaten kein
Gerichtsverfahren zu befürchten habe.





Wegen des "brutalen Polizeieinsatzes gegen Demonstranten" fordern
laut dem Caritas-Chef sehr viele Ukrainer einen sofortigen Rücktritt des
Präsidenten. "Eine frühere Neuwahl wäre besser", sagte er. Janukowitsch
könne kaum noch als Präsident anerkannt werden; bei ihm liege die
Verantwortung für das "Blutbad auf dem Maidan".

 

Im Gedenken an die Opfer der Gewalt in Kyiv: Vichnaja Pam'jat! Ewiges Gedächnis!

Freitag, 21. Februar 2014

Message By His All-Holiness Ecumenical Patriarch Bartholomew On the Tragic Situation in Ukraine


(February 20, 2014)

Beloved children and friends in Ukraine and abroad,
It is with heavy heart that we have been following the ongoing and, indeed, only escalating tragic circumstances in Ukraine over the last weeks. We feel that our brothers and sisters in Ukraine are our own flesh and blood. “We endure the same sufferings that you suffer and we work with you for your joy,” as St. Paul says.
In our high responsibility as Ecumenical Patriarch, we are obliged to call for peace from the authorities in a democratic and independent nation, where its elected leaders – both in government and opposition – have the ultimate responsibility to protect the dignity of human life among its citizens. There is no room for brutality and bloodshed in a democratic nation of the 21st century.
In our pastoral and spiritual capacity as an Orthodox bishop, we are compelled to denounce all violence and aggression among police and protesters, which have led to the unnecessary loss of innocent life. All parties must at all cost choose dialogue over disorder and mediation over force. There is never room for abuse of power in a nation whose Christian roots date back to the first millennium.
Finally, in the wake of the anniversary last year, celebrating 1025 years since Christian faith and civilization was conveyed to the Kievan Rus by our own predecessors in the Church of Constantinople, we are compelled – in the name of the ethos and culture of the freedom granted by God to all people as a divine gift – to condemn the present relentless brutality and insist on a peaceful and reasonable solution to the internal problems of Ukraine for the benefit of its people and to the glory of God. May He guide the elected rulers of Ukraine toward this blessed end.
Dear friends, even as in the Orthodox Church we prepare for Great Lent with the forthcoming Judgment and Forgiveness Sundays, we call on every person of faith and of goodwill to pray and fast for truce and peace among our beloved and precious people in Ukraine.
“Grace to you all and peace from God our Father.” Amen.

http://www.patriarchate.org/

Salzburg: Heute Abend Gebet für Ukraine in der Markuskirche

Nach den traurigen Ereignissen in Kyiv in der Urkaine wo über 70, (wahrscheinlich mehr als 100) Menschen in diesen Tagen als Opfer von Gewalt gestorben sind, wollen wir alle zum Gebet um Frieden und Grechtigkeit in der Ukraine aufrufen. Heute Abend findet in der ukrainische Gemeinde in der Markus Kirche (Franz Josef Kai 21) um 17:30 eine Göttliche Liturgie statt. Alle sind herzlichst eingeladen, ein Zeichen der Solidarität mit den leidenden Menschen dieses so geprüften Landes zu setzen und die Stimme zu unserem Barmherzigen Gott zu erheben, dass Sein Friede und die Gaben der Versöhnung und der Gerechtigkeit die Herzen der Menschen in der Ukraine verwandele.  

Donnerstag, 20. Februar 2014

UPDATE: Professor der Katholische Universität der Ukraine, Oper des Gewalts in Kyiv. Vichnaja Pam'jat! Ewiges Gedächtnis!

Video of the funeral service Bohdan Sochanyk:
http://www.reuters.com

UCU lecturer Bohdan Solchanyk killed during protests in Kyiv

20 February 2014 | News, 
Bohdan Solchanyk. 20.07.1985 – 20.02.2014 
It is with great sadness in our hearts to inform you that among the dead on Independence Square in Kyiv today was our dear friend and colleague Bohdan Solchanyk, Lecturer in Modern History at the Ukrainian Catholic University.

Ukrainian Catholic University community expresses its sincere condolences to the family and friends of Bohdan.

May his soul Rest in Peace
Bohdan Solchanyk. 20.07.1985 – 20.02.2014


Ukrainian Greek Catholic Bishop of France, Vladyka Borys Gudziak, speaks on Hromadske TV (Ukrainian) concerning today's tragic events in Kyiv

"We and our community is in shock, as is the whole country. I want to
express my sympathies to the families of those who have died today. This
i
s the flowering of our nation. I visited the wounded in the hospital.
These are pure people, who have no evil intentions, who were ready to
give everything they had today, so that we might live different lives.


"When we sat here together on Monday, we could not imagine what
would happen to day. We spoke of the need for sacrifice, but I don't
think we imagined it would come so soon. Sacrifice and martyrdom brings
fruit. This does not justify the actions of the government today, nor
the behaviour of the titushkos [hired thugs], our police or the Berkut
[special forces unit].


"But sacrifice, witness, and martyrdom changes people, it changes
the world. It is difficult for me to express my thoughts today. We are
all scattered today, but I think we are inspired by the purity of this
sacrifice..." Vladyka Borys Gudziak





„Man muss die „Hitzköpfe“ kühlen und zum friedlichen Widerstand zurückkehren,....“ – das Oberhaupt der UGKK


Die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Euromaidan waren ein Ereignis, das die ganze ukrainische Gesellschaft erschüttert und sie gewissermaßen „ernüchtert“ hat… Die Gewalt ist niemals eine konstruktive Weise der Konfliktlösung. Es gibt eine wichtige Moralnorm: der Zweck heiligt nicht die Mittel, weil man ein heiliges Ziel nicht durch verbrecherische Mittel erreichen darf – durch Betrug, Unwahrheit, private Ambition oder Mord.


Das sagte Seine Seligkeit Sviatoslav (Shevchuk), das Oberhaupt der UGKK, in einem Interview für die Zeitschrift “Fokus“.
Nach seinen Worten, seien solche „gewaltsamen, schnellen Mittel, um das Ziel zu erreichen“, trügerisch. Deshalb lehrten alle Kirchen einhellig, dass ein friedlicher Widerstand notwendig sei. „Wenn wir die Geschichte der Menschheit in den letzten Jahrhunderten betrachten, dann werden wir sehen, dass Kriege immer Unheil mit sich brachten. Jedoch gibt es drei Vorbilder des friedlichen Widerstands, welche das Angesicht der Menschheit für immer verändert hatten. Es handelt sich um Mahatma Gandhi, Nelson Mandela und Martin Luther King. Diese Personen haben die Welt durch ihren gewaltfreien Widerstand verändert“, – betonte das Kirchenoberhaupt.
Seiner Meinung nach, sei ein solcher Weg länger und er erfordere eine geistige Größe. „Erinnern wir uns an die „Sechsziger“-Bewegung in der UdSSR und an die Geschichte der UGKK im Untergrund, welche zur größten Gruppe des sozialen Widerstands gegen die kommunistische Diktatur wurde. Weder die Einen, noch die Anderen hatten zu den Waffen gegriffen, sondern sie hatten tiefe geistige und sittliche Grundlagen zu Herzen genommen. Man muss die „Hitzköpfe“ kühlen und zum friedlichen Widerstand übergehen, welcher ein geistiger Kampf im Konflikt zwischen Gut und Böse ist“, – so der Vorsteher der UGKK.
Nachrichtenabteilung der UGKK

Mittwoch, 19. Februar 2014

Ukrainische Kirchen fordern sofortigen Stopp der Gewalt (Kathweb)



Die Kirchen in der Ukraine rufen nach den blutigen Zusammenstößen von Dienstagabend zu einem sofortigen Ende der "brudermörderischen Gewalt" im Land auf. Patriarch Filaret, Oberhaupt der von Moskau unabhängigen orthodoxen Landeskirche, verurteilte am Mittwoch das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Regierungsgegner in der Hauptstadt Kiew scharf. Er betonte, Gott kenne alle, die "verbrecherische Befehle" gegeben hätten. "Gott wird das Böse bestrafen; niemand wird der Strafe entgehen."


Das Kirchenoberhaupt forderte einen sofortigen Stopp der Gewalt. Er rief Staatspräsident Viktor Janukowitsch und die Oppositionsführer auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein "positives Ergebnis" zu erzielen. Janukowitsch trage die Hauptverantwortung für die Entwicklung.



Der griechisch-katholische Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk ordnete am Dienstagabend an, wegen der "Gefahr des Brudermordes" alle Kirchenglocken zu läuten. "Im Namen Gottes verurteile ich Gewalt und die Missachtung von Menschenrechten und des Willens des Volkes", hieß es in einer schriftlichen Erklärung des Oberhaupts der mit Rom verbundenen ukrainischen Kirche. Die Machthaber trügen die volle Verantwortung für das, was im Land passiere.

(kathweb Nachrichten) Orthodoxer Kirchengipfel im Phanar im März scheint gesichert



Das für den 9. März geplante Gipfeltreffen der Weltorthodoxie in Istanbul scheint gesichert. Auf Einladung des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. werden die 14 geistlichen Oberhäupter der griechisch-orthodoxen Kirchenfamilie am Bosporus zu einer Synaxis zusammentreffen. Befürchtungen, wonach das gesamtorthodoxe Gipfeltreffen eine Teilveranstaltung der sechs griechisch geprägten Ostkirchen bleiben könnte, haben sich nicht bestätigt, berichtete die deutsche katholischen Nachrichtenagentur KNA am Dienstag.

Einzig die Teilnahme des neuen Metropoliten der tschechischen und slowakischen Orthodoxen, Rastislav Gont, ist ungewiss. Gonts Wahl ist innerhalb seiner Gemeinschaft umstritten, das zuständige Patriarchat von Konstantinopel hat daher die Gemeinschaft zu ihm noch nicht aufgenommen.

Wesentlichster Tagesordnungspunkt der Synaxis am Istanbuler Patriarchensitz, dem Phanar, ist die Einberufung des Panorthodoxen Konzils für 2015. Die Klärung unterschiedlicher, vor allem ekklesiologischer Standpunkte des Ökumenischen Patriarchats und der russischen Kirche soll dieser "Heiligen und Großen Synode der Orthodoxie" im kommenden Jahr vorbehalten bleiben.

Andere ungelöste Fragen werden aber schon beim Gipfeltreffen im März zur Sprache kommen. Dazu zählen der Jurisdiktionsstreit zwischen den Patriarchen von Antiochia und Jerusalem um die Golfdiözese Katar und die Aufnahme der Orthodoxen Kirche von Mazedonien als 15. Glied der orthodoxen Gemeinschaft.

WEITER AUF kathweb Nachrichten .:. Katholische Presseagentur Österreich

Dienstag, 18. Februar 2014

New Clashes in Kyiv: religious leaders calling for violence to stop

Renewed violence breaks out today in Kyiv. Nine people confirmed dead - seven civilians and two policemen.
In the morning the Speaker of the parliament Rybak refused to register the opposition law project on return to the 2004 Constitution, which caused escalation of the situation in the street of Kyiv.
Ukrainian capital is blocked: all metro stations are closed, central roads blocked, road out of Kyiv blocked. Maidan crackdown started. The police is dismantling barricades at the European square, Ukrainian house and Zhovtvenyi Palace around Maidan are already seized by the riot police.
Riot police is using granades, throws Molotov cocktails to set the Maidan tents on fire. BBC journalists report internal troops are armed with Kalashnikov guns. Lot of police is using unnecessary brutal force against people in the streets.

Ukrainian religious leaders issued appeals condemning violence and calling for peace
"With great regret I should say that appeals of churches to prevent the bloodshed and a peaceful settlement of the conflict has not been heard. In the name of God I condemn violence and disregard of human rights and the will of the people. I would like to emphasize that the one who has the power, bears full responsibility for what is happening in the country. I appeal to everyone to immediately stop the bloodshed! I call all the children of the Church to fasting, prayer and solidarity with victims. At this moment, when Ukraine is in danger of fratricide, let all bells in the UGCC churches ringing", whote Patriarch Sviatoslav Shevchuk in his appeal. RISU