Samstag, 18. Januar 2014

The Russian Orthodox Church and the Papacy (Catholic World Report)

The recent statement by the Moscow Patriarchate “on the problem of primacy” is born of desperate, and desperately sad, insecurity

Von Dr. Adam A. J. DeVille is assistant professor of theology at the University of Saint Francis (Fort Wayne, IN, USA) and author of Orthodoxy and the Roman Papacy (University of Notre Dame, 2011).

Nearly three years ago now, I published a book on Orthodoxy and papal primacy and, at risk of being immodest, have since felt more and more that I had said everything that needed to be said on the topic. But the whole question, which has been at the top of the international Orthodox-Catholic dialogue for two decades now, recently roared back with a statement issued the day after Christmas by the Russian Orthodox Church, titled, “Position of the Moscow Patriarchate on the problem of primacy in the Universal Church”. The statement of the Russian Church, which is technically the largest Orthodox Church in the world (if one counts sheer numbers of people claiming to be Orthodox rather than, say, levels of sacramental practice or church attendance), may be readhere, but I would also want to direct your attention to responses from individual Orthodox theologians, including my friend the Russian Orthodox historian Antoine Arjakovsky hereand a semi-official Greek response here, both of which are extremely valuable and far more soundly argued than the Russian statement.
I glanced at the Russian statement in the lazy days of the Christmas break, and seeing little that is new or interesting, asked myself: Have I not said everything that needs to be said in my Orthodoxy and the Roman Papacy: Ut Unum Sint and the Prospects of East-West Unity? But in re-reading the statement a few days ago, I found that perhaps there are a few things to comment on. The Russian statement purports to offer an alternative Orthodox response to the 2007 Ravenna document (about which I have published elsewhere) of the official international Orthodox-Catholic dialogue, a meeting from which the Russians absented themselves for reasons I have always found less than convincing. Weiter auf http://www.catholicworldreport.com

Göttliche Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos mit Gesängen aus dem 17. Jhr. Mit Kommentar auf Russisch von Protodiakon V. Andrej Kuraev Литургия Иоанна Златоуста: древнерусские распевы

Freitag, 17. Januar 2014

ÄGYPTEN: Reaktion der Christen auf Referendum: "Vertrauen in die Demokratie (PRO ORIENT


Sprecher der katholischen Kirche in Ägypten bezeichnet Ausgang des Referendums über die neue ägyptische Verfassung als „Stimme des Volkes“ gegen „den religiösen Extremismus und die Scharia“

Kairo, 17.01.14 (poi) Die Ägypter „haben Vertrauen in die Demokratie“: So kommentierte der Sprecher der katholischen Kirche in Ägypten, P. Rafic Greiche, das Referendum über die neue ägyptische Verfassung. Viele westliche Medien hätten das Ergebnis des Referendums als „Sieg der Militärs“ dargestellt. Tatsächlich sei die „Stimme des Volkes“ aber ein Votum „gegen den religiösen Extremismus, gegen die Scharia und gegen die von den Muslimbrüdern in Gang gesetzten Versuche zur Islamisierung der Gesellschaft“ gewesen. 

Die große Teilnahme an der Abstimmung sei eine Herausforderung an die Islamisten, so P. Greiche. Besonders beeindruckt habe ihn die massive Teilnahme der Frauen am Referendum. Die neue Verfassung sehe die Gleichberechtigung der Geschlechter vor und eröffne, wenn sie „ordentlich angewendet wird“, neue Möglichkeiten für die Frauen. 

Leider habe es auch in den Tagen des Referendums Angriffe auf die Christen gegeben, betonte der Sprecher der katholischen Kirche. Vor allem in der oberägyptischen Provinz Minya hätten Muslimbrüder versucht, die Bevölkerung einzuschüchtern. In dem Städtchen Sohag habe es die gravierendsten Zwischenfälle gegeben. Dort hätten sich vor allem jugendliche Anhänger der Muslimbrüder auf den Dächern der Hauptstraße verschanzt, um Passanten auf dem Weg zu den Wahllokalen mit Steinwürfen, aber auch Schüssen aus Feuerwaffen anzugreifen. 

P. Greiche unterstrich im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur „AsiaNews“ die gravierenden Unterschiede der neuen Verfassung zu der von den Muslimbrüdern im Jahr 2012 unterstützten Version. So gebe es in der neuen Verfassung einen Artikel, der den freien Bau von Kirchen in Ägypten vorsieht (bisher war das nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Präsidialamtes möglich). Entscheidend werde aber die Umsetzung der Verfassung in die gesetzliche Realität sein. 

"Bestätigung, was mit dem Sturz Mursis passiert ist" 

Der ägyptische Historiker Wissam A. Farag sieht im Verfassungsreferendum eine "Bestätigung dessen, was im Juli mit dem Sturz Mursis passiert ist". Zwar enthalte der neue Entwurf gegenüber der Verfassung vom Dezember 2012 nach seiner Einschätzung kaum substanzielle Neuerungen, sagte der Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität von Al-Mansura im Gespräch mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Dennoch erwarteten vor allem Christen jetzt "den Beginn einer neuen Ära der Freiheit".  Weiter auf PRO ORIENTE

Donnerstag, 16. Januar 2014

„Das Kulturministerium versteht die große Sendung der Kirche nicht“, – P. Ihor Yatsiv (UGKK)

„Dieser Brief war für uns eine totale Überraschung. Wir waren alle erstaunt. Etwas Ähnliches konnten wir noch in der Sowjetunion erwarten, bis 1989, als die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche legalisiert wurde. Aber doch nicht heute, im unabhängigen ukrainischen Staat“, - erklärte P. Ihor Yatsiv, der Leiter der Nachrichtenabteilung der UGKK, während der Sendung „Sondermeinung“ im Fernsehsender TVI.

Es sei hier daran erinnert, dass die Kurie der UGKK am 6. Januar einen Brief vom Kulturministerium der Ukraine erhalten hat, welcher die Unterschrift des stellvertretenden Ministers Tymofiy Kokhans trägt und in dem von einer möglichen „Berührung der Frage über die Einstellung der Tätigkeit der entsprechenden religiösen Organisationen vor Gericht“ die Rede war, und zwar wegen der religiösen Tätigkeit auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew im Dezember des vergangenen Jahres und Anfang Januar 2014.
„Die UGKK hat niemals zum Ungehorsam, zur Spaltung der Ukraine, zum Separatismus oder zur Feindschaft zwischen den Konfessionen aufgerufen“, – betonte P. Yatsiv. „Im Gegenteil, diejenigen Priester, welche auf dem Maidan anwesend sind, wachen über die innere Ruhe eines jeden Menschen. Es ist für uns sehr wichtig, dass der Maidan ein friedlicher Protest bleibt.“ „Das Kulturministerium versteht die große Sendung unserer Kirche einfach nicht“, - so seine Überzeugung.
Der Vertreter der UGKK betonte, dass alle griechisch-katholischen Priester nur auf ihren eigenen Wunsch auf dem Maidan anwesend seien. „Es gibt jene, die das von Zeit zu Zeit tun, aber auch welche, die nur für ein Paar Tage zur Erholung heimfahren, und auch solche, die überhaupt nicht hinfahren, aber auch welche, die tagsüber schlafen, und dann die ganze Nacht über auf dem Maidan stehen, weil es nachts am gefährlichsten ist“, – erzählte P. I. Yatsiv. „Aber wir mischen uns in die Politik nicht ein. Natürlich hat ein Priester als Bürger seine Meinung, aber er äußert sie in der Wahlkabine und nicht vom Ambo. Gleichzeitig ist die Kirche – egal, wie irgendjemand dazu steht – ein integraler Teil der Zivilgesellschaft“, – unterstrich der Priester.
Der Leiter der Nachrichtenabteilung der UGKK betonte, dass es in der Ukraine c. 5 Millionen Gläubige der UGKK gebe. „Seit 1989 fühlen wir uns in der Ukraine zu Hause, daher verstehen wir die Voraussetzungen für das Erscheinen dieses Briefs absolut nicht“, – erklärte er.
ukrainisch-griechisch-katholische Kirche

RISU: OFFICIAL WEBSITE OF UGCC HIT BY DDOS ATTACKS FROM RUSSIA


The spokesman for the Ukrainian Greek Catholic Church (UGCC), Fr. Ihor Yatsiv, announced that the official website of the Ukrainian Greek Catholic Church was hit by DDoS attacks. The priest said ironically that the church has thus received another “honor” from its adversaries. Fr. Ihor Yatsiv wrote about this on his Facebookpage.
“We have received yet another ‘honor.’ The resources of the UGCC have been hit by DDoS attacks. Our sites are not available. There were 6,000 concurrent external communications requests,” he said.
In a comment to RISU, the priest said that the first attack on the site took place last night from six locations with one thousand external communications requests from each one. Then the UGCC IT staff set up protection so that no more than 50 requests came from one location. And the site started working again.
But during the night the attacks resumed – they occurred from a much larger number of locations. And this morning DDoS attacks exceeded the evening attacks by ten times and at 10:00 the main web portal of the UGCC was again unavailable. All attacks, as reported in the UGCC Department of Information come from Rostelecom – the national telecommunications company in Russia.
Recall that on Christmas Eve, January 6, the Greek Catholic leadership received an official letter from the Ministry of Culture, which warned the church of dissolution if it continued to maintain a presence on the Maidan.
In response to the letter, Patriarch Sviatoslav Shevchuk said that the church is not part of the political process, but it “cannot stand by when its faithful ask for spiritual care,” and therefore it is present on the Maidan.

ÖKUMENE: Anglikanischer Primas bei Patriarch Bartholomaios I. (PRO ORIENTE)



Istanbul, 13.01.14 (poi) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. empfängt am Montag und Dienstag den Primas der anglikanischen Kirche, Erzbischof Justin Welby. Wie der „Osservatore Romano“ am Sonntag berichtete, sind mehrere Treffen geplant, so eine private Begegnung, ein offizieller Empfang im Phanar und eine Unterredung mit den Mitgliedern der Ökumene-Kommission des Heiligen Synods der Kirche von Konstantinopel. Welby würdigte im Vorfeld die ökumenischen Beziehungen zwischen den beiden Kirchen. 

Ende des Monats gibt es im Phanar einen weiteren ökumenischen Höhepunkt. Der Mailänder Erzbischof, Kardinal Angelo Scola, eine Pilgerfahrt an den Bosporus: Ein Gegenbesuch zur Visite von Patriarch Bartholomaios in Mailand im vergangenen Mai aus Anlass des 1.700-Jahr-Jubiläums der „Mailänder Vereinbarung“ Kaiser Konstantins des Großen.  PRO ORIENTE


Fotogalerie hier: http://patriarchate.org/multimedia/photos?setID=72157639739607333

Patriarch tröstete reuigen Waffenkonstrukteur Kalaschnikow (Kathweb.at)


Der legendäre Waffenkonstrukteur Michail Kalaschnikow hat vor seinem Tod im Dezember dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. Schuldgefühle bekannt. Er leide einen "unerträglichen" Seelenschmerz bei dem Gedanken, dass das von ihm entwickelte Sturmgewehr viele Menschen getötet habe, schrieb Kalaschnikow in einem Brief, aus dem die russische Zeitung "Iswestija" (13. Jänner) zitierte.

Patriarchatssprecher Alexander Wolkow sagte der Zeitung zufolge, Kyrill I. habe dem damals 93-Jährigen eine beruhigende Antwort geschickt: Wenn eine Waffe dem Schutz des Vaterlandes diene, stehe die Kirche sowohl hinter den Konstrukteuren wie den Kämpfern. "Er erfand das Gewehr zur Verteidigung seines Landes, nicht für saudi-arabische Terroristen", sagte Wolkow laut "Iswestija". Weiter auf http://www.kathweb.at


Mittwoch, 15. Januar 2014

Antoine Arjakovsky: I CAN NO LONGER REMAIN SILENT

Hiermit, möchte ich diesen so interessanten und auch sehr ehrlichen und kritischen Essay von Prof. Antoine Arjakovsky zur Lage der russischen Orthodoxie weitergeben. Prof. Arjakovsky ist ein russisch-orthodoxer Theologe und Expert über die Theologie von Sergej Bulgakow und andere orthodoxe Figuren der sogenannten "Emmigration Russe."  Dieser Artikel ist auch in französischer und russischer Sprache auf seinem sehr lesenswerten Blog http://arjakovsky.blogspot.co.uk/ verfügbar.

For a long time, I turned a blind eye to the evolution of the Russian Church. I identified the Moscow Patriarchate with the Church. Like a child before his father’s nudity, terribly embarrassed by his indignity, I inclined my face toward her. Today, after the double declaration of the Moscow Patriarchate on the 26th of December 2013 concerning the events in Ukraine and on the issue of primacy in the Church, I can no longer keep quiet. Today, I can no longer consider the Moscow Patriarchate as the legitimate structure representing the Russian Church.

It has been a while since I denounced the Moscow Patriarchate’s inappropriate pretensions to jurisdictional power over the Ukrainian Orthodox Church. It effectively suffices to consult a manual of history to establish that, if there is a ‘Mother Church’ for the Ukrainian Orthodox Church, it could only be the Church of Constantinople to which Prince Wolodymyr turned in 988. We know how much the Ukrainian Orthodox Church suffered at the beginning of the 1990s for not having received recognition of its autonomy. Three churches were born in Ukraine in 1991-1992 from this non-recognition. Last September, in an article in ‘The Cross’, I recalled once again that the view of Patriarch Kyrill on the ‘unity of the Russian world’ was a dangerous myth, as it legitimised the neo-imperialist politics of the Kremlin. Especially as it rests on nothing but a common cultural root, ‘Kyivan Rus” that gave rise from the seventeenth century to the historic constitution of three nations and three languages: Ukrainian, Belarussian, and. Russian. We don’t think in France that the Pope thinks in terms of the unity of the French, Spanish, and Italian nations apart from their unity in the Catholic Faith.

Today, not only has Patriarch Kyrill revisited this dubious unity of the ‘brotherhood of Russian peoples’, but he has uttered not a word of support to the Ukrainian people who have gathered together in the icy cold and with great danger to life against a corrupt regime (starting with the son of Yanukovitch, who became a multibillionaire in a few months), engaged in beating the blood out of peaceful protesters. Rather, the Holy Synod has vigorously condemned ‘…civil tensions and revolution which cannot result in anything positive for the people’. From Moscow, the bishops have given no currency to the declaration of Metropolitan Wolodymyr, the head of the Ukrainian Orthodox Church (Moscow Patriarchate), who has called on the Ukrainian government since the beginning of December, to take account of the indignation of the Ukrainian people. On the contrary, the bishops of the Moscow Patriarchate speak of a necessary reconciliation between ‘different ethnic and social groups’. This phrase testifies to the complete blindness of the Moscow Patriarchate, in that they fail to see that there is no ethnic tension in Euromaidan, but the profound desire of the Ukrainian population, attested to by all the polls, to belong to the great family of European nations that, in spite of all their weaknesses, base their laws on the defence of the dignity of every human person.

Weiter auf http://arjakovsky.blogspot.co.uk/

 

Montag, 13. Januar 2014

PRESSEKONFERENZ mit Patriarch Sviatoslav (auf Ukrainisch) Глава УГКЦ Блаженніший Святослав: "Ми завжди були, є і будемо зі своїм н...

Pressekonferenz Seiner Seligkeit Sviatoslavs, des Oberhaupts der UGKKPressekonferenz Seiner Seligkeit Sviatoslavs, des Oberhaupts der UGKK

Am Montag, dem 13. Januar, findet in Kiew, im Pressezentrum „Ukrayinski novyny (Ukrainische Nachrichten)“ eine Pressekonferenz Seiner Seligkeit Sviatoslavs (Shevchuk), des Oberhaupts der UGKK, statt. Sie beginnt um 10.00 Uhr.

Diese Pressekonferenz ist dem gegenwärtigen Zustand der Beziehungen zwischen Staat und Kirche in der Ukraine gewidmet. Während der Pressekonferenz soll eine Botschaft Seiner Seligkeit Sviatoslavs an die ukrainische Staatsmacht verlautbart werden.
Die Akkreditierung der Journalisten findet vor Ort statt – diese sollen sich als solche ausweisen.

Nachrichtenabteilung der UGKK 

Ministry of Culture threatened to terminate the registration of the UGCC because of the priests' presence on Euromaidan (RISU)

sheva.jpgPatriarch Sviatoslav ( Shevchuk ) on 13 January published and commented on the letter from the Ministry of Culture of Ukraine on the possible termination of the activities of religious organizations based on their activity on Independence Square (Maidan Nezalezhnosti) where for two months peaceful protests are held.
On Christmas Eve, January 6, Greek Catholic head received an official letter from the Ministry about " systematic disregard for the law by some priests on Independence Square, allegedly supported UGCC authorities."
According to the ministry, UGCC violated the requirements of the law on freedom of conscience and religious organizations, holding religious activities on the Square in December 2013 and at the beginning of 2014.




 
In response to this information from the Ministry of Culture the patriarch said that the Church is not taking part in political events, but it "can not stay apart when faithful ask for spiritual care ," as well as present on the Square .
"Our Church has always been true and will remain so for the future mission that Christ the Savior entrusted, despite all the threats. We thought that the time of repression has passed, but letters like these give doubts. We are not ashamed of our presence on the Maidan and will remain there "- said the head of the UGCC .
We currently do not known if such letters recieved other churches or religious organizations.
Last UGCC "was removed from the register" in March 1946, during Stalin's purges and for 40 years existed illigaly. 


Religious Information Service Ukraine