Dienstag, 21. Oktober 2014

PATRIARCH SWIATOSLAWS ANTWORT „Die Kirche des Moskauer Patriarchats kann für die Deeskalation der Gewalt in der Ukraine und für die Versöhnung weit mehr tun“, – das Oberhaupt der UGKK

Am 16. Oktober 2014 sprach Metropolit Ilarion Alfeev von der Russisch-Orthodoxen Kirche bei seinem Auftritt auf der Plenarsession der Bischofssynode im Vatikan erneut über die Probleme mit der Union, welche seiner Meinung nach im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen in der Ukraine sich verschärften. Seine Seligkeit Sviatoslav – der Vater und das Oberhaupt der UGKK, kommentierte das in einem Interview für „SiriusXM The Catholic Channel“. Wir veröffentlichen einige Ausschnitte daraus. 

Eure Seligkeit, in seiner Rede auf der Plenarsession der Bischofssynode im Vatikan am 16. Oktober dieses Jahres nutzte Metropolit Ilarion Alfeev die Gelegenheit, um die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche wieder offen anzugreifen. Unter anderem kam er erneut auf die Probleme mit der Union zu sprechen, welche seiner Meinung nach im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen in der Ukraine sich verschärften. Woher kommt diese Aggression?
Seine Exzellenz Ilarion berührte diese Frage mehrmals. In einem von seinen Interviews nannte er die Katholischen Ostkirchen sogar „eine blutende Wunde am Leib der Kirche Christi“. Dieser Vergleich erinnerte mich an die Worte des Propheten Jesaja über den leidenden Gottesknecht. Über diesen lehrt der Prophet, dass „durch seine Wunden wir geheilt wurden“.
Fast alle, mit denen ich mich heute traf, äußerten ihre Solidarität mit der Ukraine und mit unserer Kirche. Sie empörten sich darüber, dass ein eingeladener Gast „die Mitglieder unserer katholischen Familie beleidigt“. Also, hat der Auftritt von S. E. Ilarion – im Gegenteil – einen positiven Effekt für die UGKK bewirkt!
In seiner Rede warf S. E. Ilarion der UGKK erneut eine übermäßige Politisierung und die Unterstützung von nur einer Seite im gesellschaftlichen Konflikt in der Ukraine vor. Was können Sie dazu sagen?
Wenn man darüber spricht, dass der gesellschaftliche Konflikt in der Ukraine ein Konflikt zwischen der Regierung von Yanukovych und der ukrainischen Gesellschaft war, dann kann man der Behauptung des Moskauer Bischofs zustimmen. Als Seelsorger stellten wir uns auf nur eine Seite – die des ukrainischen Volkes. Wir haben niemals zwischen „Ostlern“ und „Westlern“, den Russischsprachigen und den Ukrainischsprachigen unterschieden. Wir waren auf dem Maidan und sind heute alle zusammen eine Gesellschaft, ein einziges Volk der Ukraine: Katholiken, Orthodoxe, Protestanten, Juden, Muslime usw.  Weiter auf news.ugcc.ua/de

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