Mittwoch, 21. Mai 2014

Orthodoxe-Kirche.at: Appell der Serbischen Kirche wegen der katastrophalen Jahrhundertflut


Die serbisch-orthodoxe Bischofsvollversammlung und Patriarch Irinej appellieren an kirchliche Strukturen und die allgemeine Öffentlichkeit

Belgrad, 17.05.2014 (OID) Die seit dem 15. Mai in Belgrad tagende Bischofsvoll-versammlung der Serbischen Orthodoxen Kirche hat wegen der sich dramatisch zuspitzenden Situation in Serbien und weiten Teilen der Serbischen Republik und Bosnien und Herzegowinas einen Appell veröffentlicht.  Der Appell richtet sich an alle Priester, Mönche, Nonnen und Gläubigen mit der Bitte sich aktiv an den Rettungsmaßnahmen zu beteiligen, um so „christliche und menschliche Solidarität zu zeigen mit allen Leidenden und Opfern“ dieser Katastrophe. In ihrem Aufruf bitten die Bischöfe um Spenden an Medikamenten, Nahrung und Kleidung, aber auch die Aufnahme der Flutopfer in kirchliche Einrichtungen und Klöster in den noch verschonten Ortschaften.

Am Freitag hatte der serbische Patriarch Irinej den gesamten Klerus, die Gläubigen und alle Menschen guten Herzens aufgerufen sich an den Hilfsaktionen zu beteiligen und Sachspenden für die Flutopfer in die Kirchen in allen Orten zu bringen. Dieser Appell wurde auch an die Kirchengemeinden und Diözesen in der Diaspora gerichtet, wo seit gestern die serbisch-orthodoxen Gläubigen zahlreich Hilfsgüter und Geldspenden abgeben.

Die serbische Bischofsvollversammlung hatte zu Anfang ihrer Tagung am 15. Mai ein gemeinsames Gebet zum Stillstand der Regefälle abgehalten. Dabei wurden alle Kirchengemeinden und Priester der serbischen Kirche aufgefordert ständige Gebetsgottesdienste abzuhalten, um die Naturkatstrophe zu lindern und Gottes Hilfe zu erbitten.

Auch in Wien wurde mit dem Segen des Bischofs von Backa und Administrators der Diözese Österreich-Schweiz Irinej eine breite Aktion gestartet. So wurden alle Menschen guten Willens gebeten Sach- und Geldspenden in die Auferstehungskirche im Wien-Leopoldstadt zu bringen.

Die Jahrhundertflut in diesem Teil Europas hat bereits Todesopfer gefordert und mehrere Zehntausend Menschen wurden aus ihren Häusern evakuiert. Die Stadt Obrenovac, etwa 30 km südlich von Belgrad, ist komplett überflutet und der extrem angestiegene Wasserpegel der Save bedroht die Städte Sabac und Sremska Mitrovica. Insgesamt sind weite Teile Serbiens, insbesondere Zentral- und Westserbiens, aber auch von Bosnien und Herzegowina und der Republika Srpska von den Fluten bedroht.

http://www.orthodoxe-kirche.at/site/home/article/317.html

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen