Sonntag, 2. März 2014

Schönborn: Glaube motiviert Menschen in Ukraine zum Durchhalten (KATHWEB)


Kardinal Christoph Schönborn hat den Menschen in der Ukraine für ihr Glaubenszeugnis gedankt. "Aus dem Glauben sind die Menschen aufgestanden und haben durchgehalten", so der Wiener Erzbischof bei der "Messe für Frieden und eine gute Zukunft in der Ukraine" am Samstagabend im Wiener Stephansdom. Der Kardinal wertete das "Nein" des ukrainischen Volks "zum Missbrauch der Macht und zur Korruption" als ein "Zeichen des Glaubens" und rief gleichzeitig zum Gebet für jene auf, "die für das Blutvergießen verantwortlich sind", für die Verletzte und für jene, die "für die Gerechtigkeit, Freiheit und Würde ihres Volkes ihr Leben gaben".

Angesicht des vielfachen Leids in Ländern wie der Ukraine und in Syrien sei es berechtigt, Gott danach anzufragen. Dies umso mehr aufgrund der Zusage Jesu, dass man sich keine Sorgen machen solle, "weil Gott für uns sorgt", so der Kardinal mit Bezug auf das Tagesevangelium von der rechten Sorge. Antwort auf diese bedrängende Frage gäbe das Matthäusevangelium selbst, wo es heißt, dass man nicht Gott und dem Mammon zugleich dienen könne. "Kommt nicht so viel Leid und Elend in der Ukraine daher, dass man Mammon zum Götzen gemacht hat", fragte der Kardinal und verwies auf die grassierende Korruption unter den Mächtigen des Landes.

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