Mittwoch, 5. März 2014

Fastenbotschaft 2014 des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. Zu mehr weltweiter Solidarität ruft der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. in seiner Fastenbotschaft auf (Orthodoxe Kirche in Österreich)



 

+ Bartholomaios
durch Gottes Erbarmen Erzbischof von Konstantinopel, dem Neuen Rom,
und Ökumenischer Patriarch dem ganzen Volk der Kirche
Gnade und Friede von Christus, unserem Erlöser,
von uns aber Fürsprache, Segen und Vergebung

„Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag des Heils“.
(2 Kor 6,2-3)
Geliebte Brüder und Kinder im Herrn,
unsere orthodoxe Kirche rät uns, in dieser Zeit unsere Aufmerksamkeit der wahren Umkehr zuzuwenden, welche nach einem Wort des hl. Johannes Chrysostomus „der Schmelztiegel der Sünde“ ist. Die Umkehr ist das erste Thema der Verkündigung unseres Herrn Jesus Christus und die Quintessenz der christlichen Lehre. Sie ist die alltägliche Einladung der Kirche an uns alle.

Dennoch haben nur wenige Christen die Umkehr wirklich erfahren. Bisweilen betrachten wir sie als etwas, das nicht jeden von uns angeht, weil wir nicht zu uns kommen, weil wir uns unserer selbst nicht bewusst werden und nicht das Empfinden haben, in irgendeine Sünde gefallen zu sein. Aber wie uns der Lehrer des geistlichen Lebens, der hl. Mönchsvater Isaak der Syrer, belehrt und wie uns die meisten erfahrenen Väter unserer Kirche sagen, bedürfen „selbst die Vollkommenen der Umkehr.“ Denn die Umkehr ist nicht nur Reue über unsere Sünden und die darauf folgende Entscheidung, sie nicht zu wiederholen, sondern auch die Wandlung unserer Auffassungen zum Besseren hin, so dass sich unsere Auffassungen über Gott und die Welt beständig verbessern und die Liebe, die Demut, die Reinigung und der Friede zunehmen. 

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