Freitag, 7. Februar 2014

Ukraine: Moskauer Patriarch gegen Intervention (Radio Vatikan)





Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. ist auf vorsichtige Distanz zu Hardlinern in seiner Kirche gegangen, die ein Eingreifen Moskaus in der Ukraine zugunsten der Regierung befürworten. Er lobte die ukrainischen orthodoxen Bischöfe für ihre Bemühungen, die nationale Einheit des Landes zu bewahren. Sie wollten, dass sich die Bürger versöhnen. Anders hatte sich der Leiter der Kirchenabteilung für die Beziehungen zur Gesellschaft, Erzpriester Wsewolod Tschaplin, geäußert. Aus seiner Sicht wollten die Demonstranten in Kiew nicht, dass die Ukraine „Teil der ostchristlichen Zivilisation" bleibe. In der Ukraine bekennt sich die Mehrheit der Christen zur Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchates. Kyrills vorsichtige Distanzierung hat nach Meinung von Beobachtern seinen Grund darin, dass eine russisch-orthodoxe Parteinahme für den hochumstrittenen ukrainischen Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch viele Ukrainer gegen das Patriarchat aufbringen könnte.


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