Donnerstag, 20. Februar 2014

„Man muss die „Hitzköpfe“ kühlen und zum friedlichen Widerstand zurückkehren,....“ – das Oberhaupt der UGKK


Die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Euromaidan waren ein Ereignis, das die ganze ukrainische Gesellschaft erschüttert und sie gewissermaßen „ernüchtert“ hat… Die Gewalt ist niemals eine konstruktive Weise der Konfliktlösung. Es gibt eine wichtige Moralnorm: der Zweck heiligt nicht die Mittel, weil man ein heiliges Ziel nicht durch verbrecherische Mittel erreichen darf – durch Betrug, Unwahrheit, private Ambition oder Mord.


Das sagte Seine Seligkeit Sviatoslav (Shevchuk), das Oberhaupt der UGKK, in einem Interview für die Zeitschrift “Fokus“.
Nach seinen Worten, seien solche „gewaltsamen, schnellen Mittel, um das Ziel zu erreichen“, trügerisch. Deshalb lehrten alle Kirchen einhellig, dass ein friedlicher Widerstand notwendig sei. „Wenn wir die Geschichte der Menschheit in den letzten Jahrhunderten betrachten, dann werden wir sehen, dass Kriege immer Unheil mit sich brachten. Jedoch gibt es drei Vorbilder des friedlichen Widerstands, welche das Angesicht der Menschheit für immer verändert hatten. Es handelt sich um Mahatma Gandhi, Nelson Mandela und Martin Luther King. Diese Personen haben die Welt durch ihren gewaltfreien Widerstand verändert“, – betonte das Kirchenoberhaupt.
Seiner Meinung nach, sei ein solcher Weg länger und er erfordere eine geistige Größe. „Erinnern wir uns an die „Sechsziger“-Bewegung in der UdSSR und an die Geschichte der UGKK im Untergrund, welche zur größten Gruppe des sozialen Widerstands gegen die kommunistische Diktatur wurde. Weder die Einen, noch die Anderen hatten zu den Waffen gegriffen, sondern sie hatten tiefe geistige und sittliche Grundlagen zu Herzen genommen. Man muss die „Hitzköpfe“ kühlen und zum friedlichen Widerstand übergehen, welcher ein geistiger Kampf im Konflikt zwischen Gut und Böse ist“, – so der Vorsteher der UGKK.
Nachrichtenabteilung der UGKK

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen