Donnerstag, 27. Februar 2014

Kardinal Koch: Hoffnung auf Papstbegegnung mit Bartholomaios (RADIO VATIKAN)

Der vatikanische Ökumene-Verantwortliche Kardinal Kurt Koch setzt große Hoffnung auf die bevorstehende Begegnung von Papst Franziskus mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel. Dieses Treffen solle die „Leidenschaft für Gemeinsames“ wieder anfachen. Denn „wir sind letztlich eine Kirche“, betonte Koch bei einem Vortrag in St. Pölten. Bartholomaios I. und Papst Franziskus werden sich im Mai in Jerusalem begegnen. Allgemein galt Kochs Ansprache dem Gottesdienst. Koch rief dazu auf, „die Schönheit der katholischen Liturgie“ wiederzuentdecken. Gerade auch im intensiven Gespräch mit anderen christlichen Konfessionen sei ihm der „Reichtum der eigenen Riten bewusst geworden“. Dabei könnte man viel voneinander lernen, sagte der vatikanische Ökumene-Verantwortliche. 

Von den evangelischen Christen könne etwa die Bedeutung des Wortes Gottes für die Liturgie gelernt werden. Umgekehrt sei durch den ökumenischen Dialog in der evangelischen Kirche die Wertschätzung für die Doxologie gestiegen, so der gebürtige Schweizer, der seit Juli 2010 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ist. Von der orthodoxen Christenheit habe die römisch-katholische Kirche die „kosmologische“ Bedeutung der Liturgie stärker erkannt. Die Liturgien des Ostens seien stark von der Verschränkung der auf Erden gefeierten Liturgie mit der himmlischen Liturgie durchdrungen. Umgekehrt könnten Orthodoxe von der katholischen Kirche lernen, die Liturgie besser für die Gläubigen zu erschließen, etwa in der Diaspora. 

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