Samstag, 22. Februar 2014

Caritas-Chef begrüßt Friedensabkommen in der Ukraine (KATHWEB)

Der Caritas-Chef
in der Ukraine, Andrij Waskowycz, hat das Abkommen zwischen
Staatspräsident Viktor Janukowitsch und der Opposition zur Lösung der
Krise begrüßt. "Ich bin guter Dinge, dass damit eine Deeskalation
erreicht wird", sagte er am Freitag der deutschen Katholischen
Nachrichten-Agentur KNA. Allerdings bedauerte Waskowycz, dass die
Präsidentschaftswahl nur um wenige Monate auf Ende des Jahres vorgezogen
werden soll.





Besonders positiv bewertete der Präsident des katholischen
Sozialverbandes, dass das Parlament am Freitag nur etwa eine Stunde nach
der Unterzeichnung des Abkommens ohne Gegenstimme die Rückkehr zur
Verfassung von 2004 beschloss. Damit würden die bisherigen Befugnisse
des Staatsoberhaupts wie vereinbart zugunsten des Parlaments und der
Regierung beschnitten. Es handele sich also nicht nur um
Lippenbekenntnisse des Regierungslagers. Gut sei auch, dass man
Janukowitsch nicht garantiere, dass er für mögliche Straftaten kein
Gerichtsverfahren zu befürchten habe.





Wegen des "brutalen Polizeieinsatzes gegen Demonstranten" fordern
laut dem Caritas-Chef sehr viele Ukrainer einen sofortigen Rücktritt des
Präsidenten. "Eine frühere Neuwahl wäre besser", sagte er. Janukowitsch
könne kaum noch als Präsident anerkannt werden; bei ihm liege die
Verantwortung für das "Blutbad auf dem Maidan".

 

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