Mittwoch, 8. Januar 2014

HEILIGES LAND: Papst Franziskus und Patriarch Bartholomaios treffen im Mai in Jerusalem zusammen (PRO ORIENT)




Stationen des dreitägigen Papstbesuches sind die jordanische Hauptstadt Amman, Bethlehem und Jerusalem - Begegnung mit Bartholomaios I. – 50 Jahre nach der historischen Zusammenkunft zwischen Paul VI. und Athenagoras I. - als Höhepunkt der Pilgerreise des Papstes

Vatikanstadt-Jerusalem, 07.01.14 (poi) Papst Franziskus besucht vom 24. bis zum 26. Mai das Heilige Land. Nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz kündigte er am 4. Jänner die Reise nach Israel, Jordanien und in die Palästinensergebiete offiziell an. Stationen seines dreitägigen Besuchs sind demnach die jordanische Hauptstadt Amman, Bethlehem und Jerusalem. Höhepunkt ist die Feier eines "ökumenischen Treffens" mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., kn der Grabeskirche („Anastasis“), an dem alle Repräsentanten der in der Stadt vertretenen christlichen Kirchen teilnehmen werden. 

Mit diesem Besuch wolle er vor allem an die "historische Zusammenkunft" von Paul VI. (1963-1978) mit dem Ökumenischen Patriarchen Athenagoras I. vor 50 Jahren erinnern, sagte Papst Franziskus. Die Begegnung von Paul VI. und Athenagoras I. am 5. Jänner 1964 in Jerusalem gilt als Meilenstein im ökumenischen Dialog. Es war das erste Mal seit der Kirchenspaltung im Jahr 1054, dass ein Papst mit dem Ökumenischen Patriarchen zusammentraf.

In Jerusalem wird der Papst nach Angaben des lateinischen Weihbischof von Jerusalem, William Shomali, auch zu Gesprächen mit Staatspräsident Shimon Peres und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammentreffen. Zudem seien eine Messe im Abendmahlssaal („Cenacolo“) sowie eine Begegnung mit Ordensleuten und Seminaristen im Garten Gethsemane geplant. In Bethlehem wird Franziskus nach Aussage Shomalis mit einigen Familien gemeinsam eine Mahlzeit einnehmen. An der dortigen Messe werde auch der Präsident der Palästinenserbehörde, Mahmud Abbas, teilnehmen. 

Der Besuch von Papst Franziskus in Jordanien ist nach Worten von König Abdullah II. ein wichtiger Schritt für die Stärkung von Brüderlichkeit und Toleranz zwischen Muslimen und Christen sowie eine Botschaft des Friedens. Wie die staatliche Nachrichtenagentur „Petra“ meldet, wird sich Papst Franziskus am 24. Mai in Amman mit Abdullah über die Beziehungen zwischen dem Königreich und dem Vatikan, über den muslimisch-christlichen Dialog und die jüngsten Entwicklungen in Nahost austauschen

„Historische Dimension“

Die Reise von Papst Franziskus ins Heilige Land und seine Begegnung mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. wird von „historischer Dimension“ sein - wie jene "Umarmung" zwischen Paul VI. und Athenagoras I. vor 50 Jahren, unterstrich Bischof Shomali im Gespräch mit „Radio Vatikan“. "Dieser Besuch wird den Beziehungen mit den Orthodoxen, den Muslimen und den Juden neue Impulse geben. Das lässt uns die besondere Persönlichkeit von Papst Franziskus hoffen", so der Weihbischof, der auf "wirklich neue Wege in den ökumenischen und interreligiösen Beziehungen" hofft: „Dieser Papst wird uns überraschen“. 


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