Donnerstag, 12. Dezember 2013

KATHWEB: Kirche in Ukraine verurteilt Polizeieinsatz gegen Demonstranten


Die griechisch-katholische Kirche der Ukraine hat das Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz scharf kritisiert. "Wir verurteilen die Handlungen, die auf eine Einschränkung der Bürgerrechte abzielen, insbesondere der Freiheit des Wortes und der friedlichen Willensäußerung der Bürger der Ukraine", heißt in einer Erklärung der sechs leitenden Bischöfe von Mittwochmorgen. Zugleich versichern sie den Demonstranten ihre Unterstützung; diese bezeugten die "Würde" der ganzen Nation.

Sicherheitskräfte hatten in der Nacht zum Mittwoch versucht, die gegen die Regierung protestierenden Menschen vom Unabhängigkeitsplatz zu verdrängen. Sie rissen von Demonstranten errichtete Barrikaden nieder. Tausende Regierungsgegner verharrten jedoch am Mittwochvormittag weiter auf dem Platz.

Unterstützung bekamen die Demonstranten unter anderen von der Siegerin des Eurovision Song Contest 2004, Ruslana Lyzhychko; sie sang in der Nacht auf der Bühne. Auch Priester traten auf. Sie verlasen den gemeinsamen Aufruf der Glaubensgemeinschaften für eine friedliche Lösung der politischen Krise.

In dem am Dienstag vom "All-Ukrainischen Rat der Kirchen und religiösen Organisationen" veröffentlichten Appell heißt es: "Wir rufen das ganze Volk der Ukraine auf, unabhängig von politischen Überzeugungen weise und verantwortungsvoll zu sein, sich gewalttätiger und der rechtswidriger Handlungen zu enthalten und sich nicht provozieren zu lassen." Die Glaubensgemeinschaften werben zudem für einen Dialog zwischen Regierung und Opposition. Alle Beteiligten werden ermahnt, sich gegenseitig zu respektieren und keine Gewalt anzuwenden.

Maidan-Platz "noch nicht geräumt"

Ersten Berichten, wonach der Maidan-Platz in Kiew von der Polizei geräumt worden sei, hat indes der zur Opposition zählende Chef der Caritas in der Ukraine, Andrij Waskowycz, am Mittwochmorgen gegenüber dem Sender "hr-info" widersprochen: "Es ist noch keine Räumung. Die Polizei hat um ein Uhr begonnen, die Zufahrtsstraßen und die Barrikaden auf den Zufahrtsstraßen zum Maidan zu räumen. Das ist der Polizei nicht gelungen."

Weiter sagte der Chef des katholischen Hilfswerks, die Fernsehbilder von der versuchten Räumung hätten sogar dazu geführt, dass sich die Zahl der Demonstranten auf dem Platz vervielfacht habe: "Auf dem Unabhängigkeitsplatz waren um ein Uhr nachts etwa 3.000 bis 5.000 Leute. Jetzt, als ich den Platz verließ, waren ungefähr 30.000 Menschen auf dem Platz, und sie halten die Position gegen die vorgerückten Sonderkommandos der Polizei."




Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/59331.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Erklärung der Ständigen Synode der UGKK zu den Ereignissen in Kiew in der Nacht zum 11. Dezember


Wir verurteilen die Aktionen zur Begrenzung der bürgerlichen Rechte, insbesondere der Redefreiheit und der friedlichen Willensäußerung der Bürger der Ukraine.
Wir erklären unsere Unterstützung und Solidarität mit all denen, die auf dem Maydan ein Zeugnis von ihrer Würde und von der Würde ihrer Nächsten und ihres Volkes ablegen. 
Entschieden unterstützen wir den friedlichen Charakter dieser öffentlichen Versammlung und wir erklären, dass alle Arten der Gewalt unakzeptabel sind.
Wir beten zum Allerhöchsten für die Einheit, den Frieden, die Gerechtigkeit und für den Sieg der Wahrheit in unserem Volk.
Mitten in diesen Prüfungen mögen uns die Worte Jesu Christi unterstützen, welche in all unseren Kirchen am letzten Sonntag erklangen: „Fürchte dich nicht, glaube nur, und sie wird gerettet werden!“ (Lk 8,50).

Der Segen des Herrn sei mit euch!

+ Sviatoslav,
Der Großerzbischof von Kiew und Halych,
Das Oberhaupt der UGKK 

und die Mitglieder der Ständigen Synode:
+ Volodymyr (Viytyshyn), der Erzbischof und Metropolit von Ivano-Frankivsk;
+ Ken (Novakivskyi), der Bischof von New-Westminster;
+ Borys (Gudziak), der Bischof der Pariser St. Volodymyr-Eparchie;
+ Yaroslav (Pryriz), der Bischof von Sambir und Drohobych;
+ Bohdan (Dzyurakh), der Sekretär der Bischofssynode der UGKK

Mittwoch, 11. Dezember 2013

UGKK: DECLARATION of the Permanent Synod of the UGCC


We are profoundly disturbed by the actions of the state security forces on the Maydan Square in heart of Kyiv conducted under the cover of the night.

We condemn the action directed towards restricting civil liberties, especially the freedom of expression and peaceful civic manifestation of the citizens of Ukraine.
We declare our support and solidarity with all those on the Maydan Square who are standing with dignity and witnessing to the dignity of their fellow citizens and of the whole nation.
We strongly support  the peaceful character of this civic gathering and declare our rejection of any type of violence.
We pray to God Almighty for peace, justice and the triuph of truth for our people.
In this time of great trial by the words of Jesus Christ that were proclaimed in all of our churches this past Sunday offer encouragement: "Don't be afraid; just believe, and she will be healed!" (Lk 8, 50)
May the blessing of the Lord be upon you!
+Sviatoslav
Major Archbishop of Kyiv and Halych
Head of the Ukrainian Greek Catholic Church
And the members of the Permanent Synod:
+Volodymyr Viytyshyn, Archbishop and Metropolitan of Ivano Frankivsk
+Ken Nowakowski Eparch of New Westminster (Canada)
+Borys Gudziak, Eparch of the Eparchy of St. Volodymyr the Great in Paris
+Yaroslav Pryriz, Eparch of Sambir-Drohobych ;
+Bohdan Dzhiurakh, Bishop and Secretary of the Permanent Synod of the UGCC

AXIOS! AXIOS! AXIOS! Inthronisierung von Erzbischof JOB GETCHA in der Kathedrale des Hl. Alexander Newskij (RUE DARU) in Paris (AUF FRANZÖISCH)


L’intronisation de l’archevêque Job s’est déroulée, le 5 décembre 2013, en lacathédrale Saint-Alexandre-Nevsky, à Paris, en présence de nombreux clercs et laïcs de Paris et de la région parisienne, mais aussi venus spécialement de province, de Belgique, des Pays-Bas et d’Allemagne..
La cérémonie était placée sous la présidence du métropolite Emmanuel, évêque du diocèse du Patriarcat œcuménique en France et président de l’Assemblée des évêques orthodoxes de France, qui représentait personnellement à cette occasion le patriarche Bartholomée Ier.
La cérémonie d’intronisation a eu lieu à l’issue de la célébration des vigiles de la fête du saint prince Alexandre de la Neva. Après une courte doxologie, l’archiprêtre Alexis Struve, recteur de la cathédrale, a donné lecture de la lettre patriarcale et synodale annonçant que, lors de sa session du 2 novembre dernier, le saint-synode du patriarcat œcuménique avait élu l’archimandrite Job à l’épiscopat et l’avait élevé au rang d’archevêque, ratifiant ainsi le choix de l’assemblée générale de l’archevêché du 1er novembre. Ensuite, le métropolite Emmanuel a prononcé un discoursauquel a répondu l’archevêque Job par une allocution (lire les texte ici et-là). Après cet échange de discours, Mgr Emmanuel a remis la crosse épiscopale à Mgr Job qui a béni l’assistance au chant du « Ton Despotin ». Puis, l’archidiacre Vsevolod Borzakovsky a proclamé le Multos annos (« mnogolétié ») pour S.S. le patriarche œcuménique Bartholomée, le nouvel archevêque et l’ensemble des personnalités, clercs et fidèles présents. Weiter auf http://exarchat.eu

Appell der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich zur Entführung der orthodoxen Nonnen in Syrien (Metropolit von Austria)



article-79-img2xDie erschreckenden Nachrichten über den brutalen Übergriff auf das orthodoxe Kloster der Hl. Thekla im syrischen Ort Maalula haben große Besorgnis und Anteilnahme bei den Mitgliedern der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich begründet. Insbesondere die Tatsache, dass bei diesen Angriffen 12 orthodoxe Nonnen verschleppt wurden, stellt eine Verschärfung der Intensität der Christenverfolgung dar. Die für niemanden eine Bedrohung darstellenden Nonnen sind nun die nächsten Opfer in einem immer gnadenloser geführten Konflikt.Metropolit Arsenios von Austria, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, appelliert daher, im Namen aller orthodoxen Bischöfe in Österreich, an alle politischen Entscheidungsträger in Österreich, aber auch weltweit, ihren Einfluss geltend zu machen, um eine sofortige Befreiung der orthodoxen Nonnen zu bewirken und die immer weiter fortschreitende Verdrängung des Christentums aus dem Nahen Osten zu stoppen.
Metropolit Arsenios appelliert auch an die gemäßigten Muslime in Österreich und weltweit diesen Gewaltakt gegen unschuldige Frauen des Glaubens zu verurteilen und so ein Signal für eine mögliche Wiederherstellung des friedlichen Zusammenlebens aller Menschen in Syrien zu senden.
“Die Hoffnung auf ihre baldige Freilassung und die Gebete aller orthodoxen Christinnen und Christen sind mit den entführten Nonnen und allen Leidenden in Syrien.”

UGKK: Seine Seligkeit Liubomyr rief die Ukrainer auf dem Maydan dazu auf, zu arbeiten und zu beten



Der emeritierte Großerzbischof Liubomyr (Huzar) trat heute, am 8. Dezember, vor einer Millionenkundgebung auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maydan) in Kiew auf und wandte sich an die Ukrainer mit einem Volkssprichwort: „Arbeite so, als ob alles von dir abhängen würde und bete zum Herrn so, als ob alles von Ihm abhängen würde“.

Er grüßte „herzlich“ alle Anwesenden auf dem Maydan und auf allen Kundgebungsplätzen der Ukraine und der ganzen Welt.
„Für uns alle, die hier versammelt sind, ist es klar, dass die Ukraine einen großen Wandel braucht. Vielleicht, fragt sich so mancher, woher denn dieser Wandel kommen soll ? Wird irgendjemand etwa ihn uns schenken oder für uns wählen? Nein. Dieser große Wandel, den wir uns wünschen, weil unser Staat und Volk ihn wirklich brauchen, muss von uns selbst erkämpft werden“, – betonte der spirituelle Führer der Ukrainer.
S. S. Liubomyr wandte sich an die Menschen und erinnerte sie an ein Sprichwort, das er zum ersten Mal in Nordamerika und später in verschiedenen Ländern und unter anderen Völkern, zuletzt aber auch in der Ukraine hörte.
„Dieses Sprichwort ist einfach, aber es hat einen tiefen Sinn: „Arbeite so, als ob alles von dir abhängen würde und bete zum Herrn so, als ob alles von Ihm abhängen würde“, – sagte der Redner.
Nach seinen Worten, bedeute das Arbeiten für die junge Generation vor allem zu erkennen, was ein normaler Staat sei. Und für ältere Generationen – eine gründliche Situationsanalyse zu machen, zu bedenken, was man tun solle.

UGKK: „Wir rufen das ganze Volk der Ukraine dazu auf, weise und verantwortungsvoll zu sein und sich nicht provozieren zu lassen“

„Wir – die Mitglieder des Gesamtukrainischen Rates des Kirchen und der religiösen Organisationen, die bevollmächtigten Vertreter der Religionsgemeinschaften der Ukraine, welche ein beträchtlicher und integraler Teil der ukrainischen Zivilgesellschaft sind, haben zwar unterschiedliche Überzeugungen und Weltanschauungen, jedoch leben und arbeiten wir im Geiste gegenseitiger Verständigung, Achtung und des Friedens zusammen. Daher rufen wir euch alle zu einer gesellschaftlichen und politischen Verständigung, zu gegenseitiger Achtung und Frieden zum Wohle unseres Volkes auf“, – so die Botschaft der Kirchenführer an ihre Gläubigen und an alle Menschen guten Willens bezüglich der gesellschaftlich-politischen Lage in der Ukraine.
Diese wenden sich an die Gläubigen verschiedener Religionen und Konfessionen wegen der verschärften gesellschaftlich-politischen Lage in der Ukraine mit einem Appell zur Verständigung und Konfliktlösung, dass die Gebete für Frieden und Ruhe verstärkt werden, damit Zwietracht und Feindschaft aufhören. Die Kirchenführer verurteilen brutale Gewaltakte, welche sowohl gegen die friedlichen Demonstranten und Journalisten als auch gegen die Polizisten verübt wurden, welche ihren Dienst entsprechend ihrem Amtseid erfüllten.   
Die Leiter der Kirchen und der religiösen Organisationen wenden sich in diesem Dokument auch an die amtierende Staatsmacht mit dem Appell, die verfassungsmäßigen Rechte und Freiheiten der Bürger zu gewährleisten, keine Gewalt gegen friedliche Versammlungen anzuwenden, die Forderungen der Protestierenden zu berücksichtigen, eine unvoreingenommene Untersuchung der Provokationen und der gewalttätigen Konfrontationen durchzuführen sowie die Schuldigen zu bestrafen.
„Wir rufen das ganze Volk der Ukraine auf, unabhängig von politischen Überzeugungen weise und verantwortungsvoll zu sein, sich der gewalttätigen und der rechtswidrigen Handlungen zu enthalten und sich nicht provozieren zu lassen. Lasst und daran denken, dass wir ein Teil desselben Volkes und desselben Landes sind. Man darf nicht zulassen, dass die politische Konfrontation zur Verletzung unserer staatlichen Integrität führe“, – appellieren die Kirchenführer an das ukrainische Volk.
Dieser Aufruf wurde im Auftrag des Gesamtukrainischen Rates des Kirchen und der religiösen Organisationen durch Metropolit Volodymyr (Sabodan), den Vorsteher der Ukrainischen Orthodoxen Kirche und den jetzigen Vorsitzenden des Gesamtukrainischen Rates des Kirchen und der religiösen Organisationen, unterzeichnet. Weiter auf http://news.ugcc.org.ua

Patriarch John X on abducted nuns (Byzantine Texas)


This is the text of the press conference given today by Patriarch John X from Balamand at 3PM local time. The translation is unofficial. The Arabic original was posted to the Patriarchate's Facebook page here.

Amidst the calamities besetting Syria and the bloodshed afflicting our people and amidst the uncertainty that still surrounds the fate of our metropolitans Boulos and Youhanna in Aleppo, it is with deep pain that the Patriarchate of Antioch and All the East has received news of the abduction of her daughters, nuns and orphans of the Monastery of Saint Thekla in Maaloula on December 2, 2013 and their being transported to Yabroud. Because our initial attempts to obtain the release our abducted daughters did not achieve the desired outcome, the Greek Orthodox Patriarchate of Antioch and All the East calls upon the international community and all governments to intervene and make efforts to release them safely. She likewise calls upon the conscience of all humanity and upon the spark of living conscience that the Creator, may He be exalted, sowed in the souls of all those who worship God, including the kidnappers, to release our sisters the nuns and the girls of the orphanage.

Our appeal to the international community: Although we are grateful for all the feelings of solidarity, we no longer need denunciation, condemnations, or "feelings of concern" about the assault on human dignity that is occurring, because all this is engraved in the conscience of every one of us. Today, however, we need concrete actions, not words. We do not want voices of condemnation from decision-makers, whether regional or international, but rather efforts, pressure and action leading to the release of those whose only fault was their clinging to their monastery and refusing to leave it.

We reiterate our call to stop the logic of conflict in Syria and replace it with the logic of peaceful dialogue and not to use stalling the start of dialogue to make gains on the ground because Syria is bleeding and with her too our hearts. Let all know that one drop of innocent blood shed on this earth is holier and more precious than all the slogans in the world. Let all understand the the bells of our churches, we the Christians of the Middle East, which were hung and rang in time immemorial, shall continue to ring out and be heard as the sound of our love and our peace for others, with their various religions, throughout the world.

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