Mittwoch, 2. Oktober 2013

WIEN: Internationale Tagung über die „konstantinische Wende“ (PRO ORIENT)

Wien: Eröffnung mit Keynote-Vortrag des Berliner Leibniz-Preisträgers am 3. Oktober – Kooperation von Universität Wien, Österreichischer Akademie der Wissenschaften, „Pro Oriente“, „Wiener Osteuropaforum“ und Italienischem Kulturinstitut

Wien, 01.10.013 (poi) Die „konstantinische Wende“ steht im Mittelpunkt einer internationalen Tagung der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, des „Wiener Osteuropaforums“ und der Stiftung „Pro Oriente“ von 3. bis 5. Oktober über die historische Persönlichkeit Konstantins des Großen, die Rezeption seiner Geschichte und den Ausblick für heute. Die Tagung wird am Donnerstag, 3. Oktober, um 18.30 Uhr, im Italienischen Kulturinstitut (1030 Wien, Ungargasse 43) mit einem Keynote-Vortrag von Prof. Christoph Markschies, Ordinarius für Ältere Kirchengeschichte an der Berliner Humboldt-Universität (und Leibniz-Preisträger) eröffnet. Die Grußworte sprechen der orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis), „Pro Oriente“-Vizepräsident Prof. Rudolf Prokschi und die Leiterin des Italienischen Kulturinstituts, Clara Bencivenga. Anlass der Tagung ist das 1.700-Jahr-Jubiläum der Mailänder Vereinbarung, in der Konstantin mit seinem Mitkaiser Licinius festgelegt hatte, dass die Christen (und alle anderen) ihre Religion ungehindert ausüben können. Zudem wurde angeordnet, den Christen ihren Kirchenbesitz zurückzuerstatten. Konstantin setzte damit eine Entwicklung in Gang, die das Christentum aus einer verfolgten Religion mit massiver Unterstützung des Kaiserhauses letztlich zur Staatsreligion werden ließ, so Renate Pillinger, Professorin für Frühchristliche Archäologie am Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien und Mitinitiatorin der Veranstaltung. Weiter auf http://www.pro-oriente.at

Ägypten: Erneut Gewalt gegen Christen (KATH.NET)


Mordanschlag auf koptisch-orthodoxen Bischof
Minia (kath.net/idea) In der mittelägyptischen Provinz Minia mehren sich erneut Anschläge islamischer Extremisten auf die christliche Minderheit. Nachdem am 29. September Häuser und Geschäfte von Christen in der Ortschaft Ezbet Zakariya überfallen und in Brand gesteckt worden waren, wurde einen Tag später ein Mordanschlag auf den koptisch-orthodoxen Bischof Anba Makarios verübt. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, eröffneten Muslime das Feuer auf sein Auto, als er in den Ort Saru fuhr. Weiter auf KATH.NET

Sonntag, 29. September 2013

Ägyptens unierter Patriarch verteidigt in Wien Mursi-Absetzung (Kathweb)

Wien, 27.09.2013 (KAP) Volle Unterstützung für die Absetzung von Mohammed Mursi und die Neuordnung Ägyptens auf der Grundlage einer neuen Regierung in Verantwortung der Kräfte der "Revolution des 30. Juni" hat der koptisch-katholische Patriarch Ibrahim Issac Sidrak am Freitag in Wien bekundet: "Mursi wurde demokratisch gewählt. Doch sein Handeln stand im Gegensatz zu jeder Demokratie." Die Armee habe am 30. Juni die ägyptische Revolution gerettet.

Mursi habe sein Amt autokratisch und unter Anwendung zweifelhafter Dekrete ausgeübt. Er habe die 22 Millionen Unterschriften mit der Forderung nach Neuwahlen einfach ignoriert. Dem Eingreifen der Armee gegen die Versammlungsplätze der Muslimbrüder sei zudem eine lange Zeit des Zuwartens vorausgegangen, während der die Menschen der betroffenen Stadtviertel die Sicherheitskräfte quasi bekniet hätten, endlich zu handeln, berichtete das mit Rom unierte Kirchenoberhaupt. Weiter auf KATHWEB

Anglikanisch-orthodoxe Kommission tagte in Serbien (Orthodoxe Kirche in Österreich)

Die Internationale Kommission für den anglikanisch-orthodoxen Dialog (ICAOTD) kam heuer in Novi Sad zum regelmäßigen Treffen zusammen.


Novi Sad, 15.09.2013 (OID) Auf Einladung Seiner Heiligkeit des serbischen Patriarchen Irinej wurde vom 04. Bis 11. September 2013 die regelmäßige Tagung der anglikanisch-orthodoxen Dialogkommission in Serbien abgehalten. Die gastgebende Eparchie von Backa, mit Bischof Irinej an der Spitze, der auch gleichzeitig den serbischen Patriarchen vertrat, empfing die Teilnehmer der Dialogkommission in Novi Sad.  



In diesem Jahr lag der Fokus der Tagung auf der christlichen Anthropologie, insbesondere die Fragen der Bedeutung der nach dem Ebenbild Gottes geschaffenen menschlichen Persönlichkeit. Die gemeinsamen theologischen Arbeiten wurden hierbei von der Kommission einer kritischen Begutachtung unterzogen. Eine Vertiefung des Gedankenaustausches erschloss sich aus der Reflexion der Theologie der Schöpfungsverehrung und der Einzigartigkeit der Menschheit im Schöpfungsgefüge. Der Thematik von Ebenbild und Antlitz, auch im Bezug auf die Heilige Schrift, mit allen diesbezüglichen Fassetten, wurde ein besonderes Augenmerk gegeben.

Die Dialogkommission, die sich auch mit dem Thema der zwischenmenschlichen Beziehungen beschäftigte, konstatierte, dass bezüglich der Ehe, die eine Institution ist, die die Beziehung zwischen Mann und Frau bedeutet, eine Übereinstimmung in der Lehre der Orthodoxen und  Anglikanischen Kirche besteht. Weiter auf Orthodoxe Kirche in Österreich

ÖSTERREICH: Post bringt erstmals Sondermarke mit ostkirchlichem Motiv heraus

Die Marke zeigt eine kostbare Nikolaus-Ikone aus der Wiener russisch-orthodoxen Nikolauskathedrale – Erzpriester Tyschuk: „Der Heilige Nikolaus verbindet die Menschen unterschiedlicher Konfession“


Wien, 23.09.13 (poi) Erstmals hat die Österreichische Post eine ostkirchliche Sondermarke herausgebracht, sie zeigt eine kostbare Nikolaus-Ikone aus der Wiener russisch-orthodoxen Nikolauskathedrale. Bei der gemeinsam mit dem Österreichischen Philatelistenverein St. Gabriel durchgeführten Präsentation der Marke mit dem Bild des als Schutzpatron Russlands verehrten Bischofs von Myra betonte der Pfarrer der Kathedrale, Erzpriester Wladimir Tyschuk, dass der Heilige Nikolaus – dessen Gebeine in der apulischen Hauptstadt Bari ruhen – auch heute die Menschen unterschiedlicher Konfession verbinde. Zugleich verweise der Heilige darauf, dass „Barmherzigkeit existiert“. An der Präsentation der Sondermarke aus der Serie „Sakrale Kunst in Österreich“ nahmen mit vielen Briefmarkenfreunden in der Nikolauskathedrale auch „Pro Oriente“-Präsident Johann Marte und „Pro Oriente“-Vizepräsident Prof. Rudolf Prokschi als Vertreter von Kardinal Christoph Schönborn teil. Die Feier wurde musikalisch vom Chor der Nikolauskathedrale unter Tatjana Stscherba gestaltet.

Erzpriester Chrysostomos Pijnenburg erinnerte bei der Präsentation daran, dass die auf der Briefmarke wiedergegebene Ikone mit einem schönen Silberoklad (Beschlag) aus dem 19. Jahrhundert stammt. Sie wurde 1949 aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums der Fertigstellung der Kathedrale vom damaligen Moskauer Patriarchen Aleksij I. dem Wiener russischen Gotteshaus geschenkt. Die Ikone zeige den Heiligen Nikolaus als „Vater seiner Gemeinde und fürsorgenden Bischof“, der sich beim Konzil von Nicäa entschieden zur Rechtgläubigkeit bekannte. Weiter auf PRO ORIENTE