Mittwoch, 4. Dezember 2013

VATIKAN: Papst Franziskus: Von der Orthodoxie lernen (PRO ORIENT)

Im Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ ist ein eigener Abschnitt dem ökumenischen Dialog gewidmet

Vatikanstadt, 26.11.13 (poi) Papst Franziskus hat in seinem am Dienstag veröffentlichten Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ (Die Freude des Evangeliums) ausdrücklich betont, dass die katholische Kirche im Hinblick auf die Bedeutung der bischöflichen Kollegialität und Synodalität von der orthodoxen Kirche lernen könne. 

Der Abschnitt über den ökumenischen Dialog (Nr. 244 bis 246 von Evangelii Gaudium) hat folgenden Wortlaut: 

244. Das ökumenische Engagement entspricht dem Gebet Jesu, des Herrn, der darum bittet, dass „alle eins sein“ sollen (Joh 17,21). Die Glaubwürdigkeit der christlichen Verkündigung wäre sehr viel größer, wenn die Christen ihre Spaltungen überwinden würden und die Kirche erreichen könnte, „dass sie die ihr eigene Fülle der Katholizität in jenen Kindern wirksam werden lässt, die ihr zwar durch die Taufe zugehören, aber von ihrer völligen Gemeinschaft getrennt sind“ (Zweites Vaticanum, Dekret Unitatis Redintegratio, 4). Wir müssen uns immer daran erinnern, dass wir Pilger sind und dass wir gemeinsam pilgern. Dafür soll man das Herz ohne Ängstlichkeit dem Weggefährten anvertrauen, ohne Misstrauen, und vor allem auf das schauen, was wir suchen: den Frieden im Angesicht des einen Gottes. Sich dem anderen anvertrauen ist etwas „Selbstgemachtes“. Der Friede ist selbstgemacht. Jesus hat uns gesagt: „Selig, die Frieden herstellen“ (vgl. Mt 5,9). In diesem Einsatz erfüllt sich auch unter uns die alte Weissagung: „Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern“ (Jes 2,4). Weiter auf PRO ORIENTE

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