Mittwoch, 20. November 2013

Ostkirchengipfel endete mit großer Feier im Stephansdom (Erzdiözese Wien)


Der Wiener "Ostkirchengipfel" mit den Kardinälen Leonardo Sandri und Christoph Schönborn, sowie Bischöfen und Theologen aus mehr als zehn Ländern ist am Samstag, dem 9. November 2013, mit einer großen Feier im Wiener Stephansdom zu Ende gegangen. Auch hunderte Pilger aus Ungarn mit Bischof Fülöp Kocsis aus Nyerigyhaza an der Spitze nahmen teil. 13 weitere griechisch-katholische Bischöfe kamen ebenfalls aus Gebieten der ehemaligen Monarchie.

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Märtyrer des 20. Jahrhunderts

In Ungarn wird in der Zeit vom 4. bis zum 11. November das Gedenken an das Maria-Pocs-Wunder von 1696 begangen. Die Gedenkwoche steht seit 1989 auch im Zeichen der Überwindung der kirchlichen Leidenszeit während des Kommunismus'.

Kardinal Schönborn ging in seiner Ansprache auf die Märtyrer des 20. Jahrhunderts ein. Der Stephansdom atme an diesem Abend im Sinn von Papst Johannes Paul II. mit "beiden Lungen", der östlichen und der westlichen, betonte er. Er erinnerte, dass der 9. November auch der "schmerzliche Gedenktag" der NS-Pogrome von 1938 sei. Auch die Verfolgungen der Ostkirchen ab 1915 zeigten eine "unvorstellbare Geschichte des Leids, wenn der Mensch nicht mehr als Abbild Gottes gesehen wird". Im Rückblick auf das 20. Jahrhundert bekomme der "Blick auf Christus" eine starke Evidenz. Nur die Barmherzigkeit Gottes könne der "Flut des Bösen" eine Grenze setzen.

Der Wiener Erzbischof appellierte an die Gläubigen, insbesondere für die "dramatisch verfolgten Brüder und Schwestern in Syrien" zu beten. Die Menschen würden sich überall nach Frieden sehnen, aber allzu oft werde diese Hoffnung durch Hasspropaganda und Aufhetzung durchkreuzt. 


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