Mittwoch, 4. September 2013

ÄGYPTEN: „Die Kopten zahlen allein den Preis“ (PRO ORIENTE)

Berlin-Kairo, 26.08.13 (poi) Die Kopten in Deutschland sehen die Absetzung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi nicht als „Militärputsch“: Dies betonte der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian, verantwortlich für die koptische Seelsorge in Norddeutschland und Sprecher seiner Kirche in Deutschland, im Gespräch mit „Radio Vatikan“. Wörtlich sagte Anba Damian: „Mehr als 30 Millionen Menschen – Christen und Muslime – sind gemeinsam auf die Straße gegangen und haben friedlich demonstriert, dass das Regime Mursi ein Ende findet. Und das hatte Erfolg. Es gelang dem friedlichen Volk Ägyptens, diesen Präsidenten zu stürzen. Nun zahlen die Kopten allein den Preis, das darf nicht wahr sein“.

„Wir sind in einem Schockzustand“, betonte der koptische Bischof: „Unser Sprachvermögen erlaubt nicht, unsere Schmerzen und unser Trauergefühl zum Ausdruck zu bringen. Menschen verlieren ihr tägliches Brot, ihre Ersparnisse, ihre Geschäfte, ihre Angehörigen; die Gemeinde verliert eine ehrwürdige Kirche, die Altargefäße werden zertrümmert, die Fresken sind ein für allemal zerstört, die historischen Ikonen sind nicht mehr da. Die Nachrichten sind alles andere als fröhlich“. Das Ziel müsse sein: So wie Ägypten einst die heilige Familie aufgenommen und ihr Schutz geboten habe, so müsse das Land heute für die Christen Heimat und Schutz sein, „sodass ein Miteinander in Frieden, in Würde und in Freiheit im Heimatland möglich ist“. So wie die Muslime in Deutschland sich entfalten können, Gotteshäuser bauen, „das sogar mit öffentlichen Mitteln“, so müsse es möglich sein, dass die koptischen Christen in ihrem Heimatland in Frieden leben und ihre Religion ausüben, forderte Anba Damian. Weiter auf PRO ORIENTE

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