Freitag, 16. August 2013

Offizielle Stellungnahme der Orthodoxen Oberhäupter und Repräsentanten



Anlässlich ihres Zusammenkommens in Moskau zum Jubiläum 1025 Jahre Taufe Russlands haben die Orthodoxen Kirchenvertreter eine gemeinsame Stellungnahme zur Situation der Christen in der Welt verabschiedet. Hier die gesamte Stellungnahme in deutscher Übersetzung.   

Wir, die Oberhäupter und Repräsentanten der Orthodoxen Ortskirchen, die zusammen gekommen sind in Moskau zur Feier des 1025-jährigen Jubiläums der Taufe Russlands auf Einladung von Patriarch Kirill von Moskau und ganz Russland, sehen es als unsere Pflicht an die Stimme zu erheben zur Verteidigung unsrer christlichen Brüder, die der Verfolgung wegen ihres Glaubens in den verschiedenen Teilen der Welt heute ausgesetzt sind.

Jeden Tag werden Tausende an Christus Glaubende gequält und aus ihren Heimatländern vertrieben, viele Menschen finden den Tod.
Nachrichten über Folterungen und Ermordungen kommen aus Nigeria, Pakistan, Afghanistan und Indien. Im Kosovo werden religiöse Heiligenstätte entweiht, viele Kirchen wurden zerstört und vielen Menschen wird die Möglichkeit verwehrt die Gräber ihrer verwandten zu besuchen und im Land ihrer Vorfahren zu Gott zu beten.  
Die Situation im Nahen Osten verursacht tiefe Besorgnis. Viele Staaten dieser Region werden mit einer Welle von Gewalt und Terror überschwappt, wobei Christen hierbei zu Opfern werden. Libyen, wo es fast keine Christen mehr gibt, zerbricht in Stammeskriegen. Terroristische Handlungen gehen im Irak weiter, wo von den vormals 1,5 Millionen Christen ein Zehntel das Land bereits verlassen haben. Die Situation in Ägypten wird immer alarmierender, da der dortige Konflikt in einer neuen blutigen Phase ist und die christliche Bevölkerung in einem Massenexodus das Land verlässt. Kummer und Leid haben die Familien von Tausenden einfacher Menschen erfasst. In der Regel sind die am wenigsten geschützten Gruppen der Bevölkerung bei entstehenden Konflikten jene der ethnischen und religiösen Minderheiten.

Im September 2010 fand das erste Treffen der Orthodoxen Oberhäupter des Nahen Ostens auf Zypern statt. Die Oberhäupter drückten ihre tiefe Besorgnis über die Situation in der Region und die Zukunft der Christen in diesen Gebieten aus. Die gleichen Bedenken wurden beim gleichen Treffen im August 2011 in Jordanien ausgedrückt, in Konstantinopel im September 2011 und auf Zypern im März 2012. Die Stellungnahme zur Unterstützung der leidenden Christen im Nahen Osten wurde beim Treffen der Oberhäupter und Vertreter der Orthodoxen Ortskirchen, abgehalten in Moskau im November 2011, angenommen. Weiter auf ORTHODOXE-KIRCHE.AT

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