Mittwoch, 19. Juni 2013

SYRIEN/LIBANON: Orthodoxe und Katholiken wollen Einheit der Christen (PRO ORIENT)

Synoden der griechisch-orthodoxen und der griechisch-katholischen Kirche von Antiochien tagen gleichzeitig in zwei libanesischen Klöstern – Zum Auftakt Gebet um die Freilassung der seit 22. April entführten Aleppiner Metropoliten=

Beirut, 18.06.13 (poi) Mit Gebet um die Freilassung der beiden am 22. April entführten Aleppiner Metropoliten Mar Gregorios Youhanna Ibrahim und Boulos Yazigi wurden am Dienstag im Libanon die Synoden der griechisch-orthodoxen sowie der griechisch-katholischen melkitischen Kirche von Antiochien eröffnet. Im Mittelpunkt der Synoden – die orthodoxe tagt im Kloster Balamand, die unierte im Kloster Ain Traz – steht die dramatische Situation der Christen in Syrien. Die orthodoxen und katholischen Bischöfe haben zum Auftakt ihrer Synoden einen gemeinsamen Appell für die Einheit der Christen veröffentlicht. 

Bei beiden Synoden wurde betont, dass es Aufgabe der Christen in Syrien, im Libanon und im ganzen Nahen Osten sei, das Evangelium durch ihr Leben zu bezeugen. Das sei die eigentliche „politische Aktion“, an der sich alle Christen beteiligen sollten. 

Der orthodoxe Patriarch Youhanna X. hatte unmittelbar vor Eröffnung der Synode in Balamand in einem Interview mit der Tageszeitung „Daily Star“ wörtlich erklärt: „Wir haben keine Angst. Wir erleben dramatische Augenblicke, das lässt sich nicht leugnen. Aber wir sind Kinder des Glaubens und des Mutes. Wir stehen zu unserem Land, wir tragen die Botschaft Gottes im Herzen und werden das auch weiterhin ohne Angst tun“. Der Patriarch betonte zugleich, dass sein Bruder, der entführte Metropolit Boulos Yazigi, am Leben sei und sich wahrscheinlich im türkischen Einflussgebiet aufhalte, aber bisher gebe es keine „direkten Kontakte“ mit den Entführern. Weiter auf PRO ORIENTE

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