Mittwoch, 12. Juni 2013

Kathweb: Armenier danken Franziskus für klare Worte zum Genozid


Ankara-Rom, 11.06.2013 (KAP) Der armenisch-apostolische Bischof von Gougark in Nordarmenien, Sebouh Chouldjian, hat in einem Interview mit der türkischen Zeitung "Hürriyet" Papst Franziskus für seine klaren Worte zum Genozid der Jahre 1915-1919 gedankt. Der Papst habe eine historische Wahrheit ausgesprochen, die Türkei müsse den Schmerz der Armenier sehen und sich der Wahrheit des Genozids stellen, so der Bischof am Montag, wie die Stiftung Pro Oriente berichtet. Chouldjian erinnerte, dass in den vatikanischen Archiven zweifellos aus den Berichten der päpstlichen Diplomaten und katholischen Bischöfe jener Zeit viel zu erfahren sei.

Franziskus hatte am 3. Juni die Gräueltaten an den Armeniern während einer Zusammenkunft mit dem armenisch-katholischen Patriarchen Nerses Bedros XIX. Tarmouni im Vatikan als den "ersten Genozid des 20. Jahrhunderts" bezeichnet. Die Äußerung wurde erst am Wochenende durch Aufnahmen des vatikanischen Fernsehzentrums bekannt.

Der Direktor des Armenischen Nationalkomitees für Südamerika, Alfonso Tabakian, unterstrich die Bedeutung der Äußerung von Franziskus. Die Worte des Papstes würden alle Grenzen von Staat und Religion überschreiten. Zugleich werde damit die entsprechende Äußerung von Johannes Paul II. bei seiner Ankunft in Armenien am 25. September 2001 bestätigt.
Die Türkei legte am Sonntag gegen die Äußerung offiziell Protest ein. Die türkische Botschaft beim Heiligen Stuhl bestätigte am Montag in Rom, dass der Botschafter des Heiligen Stuhls vom Außenministerium in Ankara einbestellt worden sei. WEITER auf kathweb Nachrichten

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