Freitag, 28. Juni 2013



„Im Jahre 2015 wird man in der UGKK den 150. Jahrestag seit der Geburt von Metropolit Andrey (Sheptytskyi) begehen. Daher glaube ich, dass der Seligsprechungsprozess von Metropolit Andrey Sheptytskyi bis dahin abgeschlossen sein wird. Ich hoffe, dass wir in zwei Jahren den seligen Metropoliten Andrey verehren werden“, – sagte Seine Seligkeit Sviatoslav Shevchuk, das Oberhaupt der UGKK, als Antwort auf eine Frage der Journalisten während der Gesamtukrainischen Stradch-Wallfahrt in der Lemberger Region, welche dem Gedächtnis der seligen Märtyrer von Stradch – P. Mykola Kondrats und des Kantors Volodymyr Pryimas, sowie dem Laientag und dem Glaubensjahr, gewidmet war.

Das Oberhaupt der UGKK antwortete auf die Frage eines Journalisten, wie denn ein heutiger Laie sein sollte, dass „er einem Bergsee ähnlich sein soll, der tief und kristallklar ist“. Der Kirchenvorsteher teilte seine Gedanken zur Bedeutung der Wallfahrt im Leben der Laien mit. Seiner Meinung nach, begebe sich ein Pilger auf den Weg, welcher Jesus Christus sei. „Jemand, der zu einer Wallfahrt aufbricht, der sucht nach der echten Wahrheit, welche Jesus Christus ist. Wir alle wollen ein erfülltes Leben haben, und so ein Leben ist Christus“, – erklärte er.
Gleich nach der Stradch-Wallfahrt brach der Großerzbischof der UGKK nach Polen auf, um dort, nach seinen Worten, noch einen Schritt in der Sache der ukrainisch-polnischen Versöhnung zu machen. „Ich glaube, dass es für uns, Ukrainer, sehr wichtig ist, den Schmerz zu ehren, welchen die Polen haben, insbesondere die Tragödie von Wolynien. Aber wir sollen auch die Sprecher unseres Volkes sein und über unseren Schmerz reden“, – so  das Oberhaupt der UGKK.
S. S. Sviatoslav teilte den Journalisten mit, dass er am 27. Juni in Warschau an einem Gedenkgottesdienst anlässlich des 70. Jahrestages der Tragödie von Wolynien teilnehmen wird. Das Oberhaupt der UGKK wird sich auch mit dem Präsidenten von Polen treffen. Er erwähnte, dass die Hierarchen der Römisch-Katholischen Kirche in Polen und der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche am 28. Juni in Warschau eine polnisch-ukrainische Erklärung zum 70. Jahrestag der Tragödie von Wolynien unterzeichnen werden. „Die Grundthesen dieses Textes laufen darauf hinaus, dass wir die Sache der Versöhnung gemeinsam fortsetzen wollen. Ich werde die Worte einer Bitte um Vergebung aussprechen, die mein Vorgänger. S. S. Liubomyr vor dem seligen Papst von Rom, Johannes Paul II., gesprochen hatte, indem er sagte, es war sich in der Geschichte so geschehen, dass viele Söhne und Töchter der Ukraine ihren polnischen Brüdern Unrecht zufügten. Wir bitten um Vergebung. Dieselbe Vergebungsformel wird im Namen der Polen seine Exzellenz Jozef Michalik aussprechen“, – fügte er hinzu.

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