Samstag, 8. Juni 2013

GRIECHENLAND: Besuch des Moskauer Patriarchen Kyrill I. im Zeichen panorthodoxer Übereinstimmung (PRO ORIENTE)

Schwerpunkt der Visite ist der Aufenthalt auf dem Berg Athos – „Die russische Kirche und das russische Volk würden dem griechischen Volk im Kampf für seine Zukunft an der Seite stehen“

Kyrill I. in Hagios Panteleimenos, Berg Athos WEITER FOTOS HIER KLICKEN
Athen, 04.06.13 (poi) Der Moskauer Patriarch Kyrill I. wurde zum Auftakt seines Griechenland-Besuchs mit dem höchsten Orden der Republik Griechenland ausgezeichnet. Staatspräsident Karolos Papoulias erinnerte bei den Gesprächen nach der Überreichungszeremonie am Montagabend an die lange Geschichte der russisch-griechischen Beziehungen. Russland habe mitgeholfen, Griechenland von der osmanischen Herrschaft zu befreien, beide Länder hätten gegen den Nationalsozialismus gekämpft. Wörtlich meinte Papoulias: „Unsere Kirchen sollten Seite an Seite den Herausforderungen der modernen Welt begegnen. Die Orthodoxie ist die Trägerin einer Botschaft des Friedens und der Harmonie“. Auch der Patriarch betonte, dass Griechenland und Russland „Brudernationen“ seien: „Wir teilen den selben Glauben und das ist das unzerstörbare Fundament der Beziehungen zwischen Griechenland und den Staaten, die das historische Russland ausmachen“.

Präsident Papoulias bezeichnete den wachsenden Pilgerstrom aus Russland nach Griechenland als erfreuliche Entwicklung. Diese Entwicklung sei ein „wichtiger Aspekt der bilateralen Beziehungen“. Kyrill I. stellte seinerseits bei einer Begegnung mit Ministerpräsident Antonis Samaras in Athen fest, dass er sich für die Entwicklung des Pilgerwesens einsetze. Das Pilgerwesen sei etwas anderes als Tourismus, es habe spirituelle Bedeutung, bringe die orthodoxe Kirche von Griechenland und das Moskauer Patriarchat einander näher, trage aber auch zur Wirtschaftsentwicklung in Griechenland bei. In der derzeitigen Situation komme es für Griechenland darauf an, jene Bereiche zu entwickeln, die bereits kurzfristig vermehrte Einnahmen bringen wie eben das Pilgerwesen. Weiter auf PRO ORIENTE

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