Dienstag, 11. Juni 2013

Українська Греко-Католицька Церква: „Die Menschen sind der Spaltungen und Teilungen müde. In gewissen Augenblicken sind sie mutiger und offener als die Hierarchen“, – Seine Seligkeit Sviatoslav


Der Vater und das Oberhaupt der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, S. S. Sviatoslav (Shevchuk), ruft alle ukrainischen Christen dazu auf, die Verständigung im „globalen orthodox-katholischen Dialog“ nachzuahmen. „Wir müssen aufhören, uns nur über uns selbst zu freuen – über die eigenen intellektuellen Ereignisse, Aktionen; wir sollen lernen, uns über die Anwesenheit des Nächsten zu freuen“, – sagte der Vorsteher der UGKK am 7. Juni beim „Runden Tisch“ zum Thema „Die Ukraine im orthodox-katholischen Dialog“, an welchem Kardinal Kurt Koch – der Vorsitzende des Päpstlichen Rates für die Förderung der christlichen Einheit und der Mitvorsitzende der Gemeinsamen Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der katholischen und der Orthodoxen Kirchen, teilgenommen hatte, welcher zur Zeit die Ukraine besucht.
S. S. Sviatoslav ist überzeugt, dass „derjenige, wer sich für einen gläubigen Christen hält, kein Recht dazu hat, sich an das Gebot Christi nicht zu erinnern oder es zu vergessen, welches der Heiland seinen Jüngern beim Letzten Abendmahl gegeben hatte, indem Er sprach: „Vater, alle sollen eins sein. Wie Du in Mir und Ich in Dir – mögen sie in Uns geeint sein, damit die Welt glaubt, dass Du mich gesandt hast“.
Das Oberhaupt der Kirche glaubt, dass die Evangelisierung nur dann erfolgreich sein kann, wenn „eine tiefe Einheit“ unter uns herrsche.
„In diesem Jahr werden wir gemeinsam mit unseren orthodoxen Brüdern das 1025-jährige Jubiläum der Taufe der Rus´-Ukraine feiern. Und wenn wir ins spirituelle mystische Gedächtnis der Kiewer Kirche hineinschauen, dann finden wir dort die Erinnerung an die ungeteilte Christenheit des ersten Jahrtausends. Jedes Mal, wenn wir von der Notwendigkeit einer geeinten Ortskirche in der Ukraine und von der Suche nach der Einheit unter uns reden, spricht deswegen in unseren Herzen der Heilige Geist, Welcher uns an dieses Gebot Christi erinnert und an die Erfahrung, welche die Kiewer Kirche gehabt hatte. Möglicherweise, haben andere Kirchen, die erst nach dem Großen Schisma entstanden sind, dieses Kirchengedächtnis nicht, das die Erben der Kiewer Christenheit haben… Und heutzutage sollten wir dem Heiligen Geist dafür danken, dass Er uns heute an jenes unser gemeinsames tiefes Erbe erinnert“, – so das Oberhaupt der UGKK.
NachdenWortenvonS. S. Sviatoslav, als er zusammen mit den Bischöfen Seine Seligkeit Volodymyr, den Metropoliten der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) besucht hatte, sagte jener, dass es „heutzutage schwierig ist, den einfachen Menschen von der Ökumene zu reden“. „Ich glaube, das ist gerade deswegen schwierig, weil die Einheit als Wert in der heutigen postmodernen Welt nicht mehr existiert. Ein Wert ist heutzutage die Toleranz der Vielfalt. Manchmal wird sogar die Tatsache selbst bestritten, dass man eine Suche nach der Einheit braucht“, – so der Vorsteher.
Er meint, dass die Christen der Ukraine und Osteuropas die letzten 20 Jahre „gegen die Ökumene gesündigt hatten, weil sie den Begriff der Ökumene ausschließlich den Händen der Diplomaten und Politiker überließen“. „Das hat einigermaßen diese Idee in den Augen der einfachen Gläubigen in Diskredit gebracht. Darum sollte man, meines Erachtens, heutzutage über die Ökumene sprechen als über die Suche nach der Einheit unter den Christen in der Ukraine. Das Thema der Einheit soll ein Thema werden, über welches die geistlichen Väter mit ihren geistlichen Kindern, die Prediger und Pfarrer mit ihren Gläubigen sprechen“, – so die Überzeugung des Oberhaupts und des Vaters der griechisch-katholischen Christen.
Kardinal Kurt Koch erinnerte seinerseits daran, dass alle Päpste gesagt hätten, es gäbe keine Alternative zur ökumenischen Bewegung, weil Christus gesagt habe, dass alle eins sein sollten. Nach seinen Worten, soll der christliche Ökumenismus ein spiritueller Ökumenismus sein. „Die Grundlage der ökumenischen Bewegung ist die Anerkennung der Taufe als eines in allen Kirchen gültigen Sakramentes. Die Feierlichkeiten zum 1025-jährigen Jubiläum der Taufe der Rus´ stellen hiermit einen guten Anlass dazu dar, das Verständnis der Taufökumene zu vertiefen. Die Neuevangelisierung und die Ökumene sollen Hand in Hand gehen. Es gibt auch eine Ökumene des Martyriums. Wir haben diese schreckliche Wirklichkeit des Martyriums der Kirche in der Ukraine gesehen. Meiner Meinung nach, kann auch das eine der größten Grundlagen für die Ökumene werden“, – betonte der Vorsitzende des Päpstlichen Rates.
Er erinnerte an die Worte des seligen Johannes Pauls II., der gesagt hatte, dass nach so vielen Verfolgungen die Christen sich miteinander vereinigen sollen. „Auch heutzutage werden die Christen am meisten verfolgt. Ich hoffe, dass wir die Ökumene der Taufe vertiefen können, die Ökumene der Evangelisierung, die spirituelle Ökumene, die Ökumene des Martyriums“, – sagte der Kardinal.
Gemäß der Information von S. S. Sviaatoslav, wirkt die Ökumene in der Ukraine bereits auf der praktischen Ebene – dank der einfachen Gläubigen und der einfachen Christen. „Ich spreche mit vielen Leuten… Ich kann sagen, dass die Menschen der Spaltungen und der Teilungen müde sind. In gewissen Augenblicken sind sie mutiger und offener als die Hierarchen. Und eben dadurch, dass der Heilige Geist den Wunsch in den Laien weckt, welche 90 % der Kirche ausmachen, bin ich in Bezug auf die Ökumene sehr optimistisch. Heutzutage verjüngen sich alle Konfessionen in der Ukraine. Es kommt eine neue Generation der Ordensleute, der Geistlichen, des Episkopats und sogar der Kirchenoberhäupter. Der kommunistische Totalitarismus hatte allen Kirchen ausnahmslos Wunden zugefügt, aber die Jugendlichen sind gewisserweise von diesen Wunden frei. Deswegen bin ich wirklich optimistisch. Aber wir sollen auf die spirituellen Anfragen unserer Gläubigen eine christliche Antwort geben“, – sagte das Kirchenoberhaupt.
Teilnehmer des Runden Tisches „Die Ukraine im orthodox-katholischen Dialog“ waren auch Erzbischof Thomas Edward Gullickson – der Apostolische Nuntius in der Ukraine, P. Mykola Danylevych – der Vertreter der UOK (Moskauer Patriarchat) und Erzbischof Petro Herkulyan (Malchuk) – der Ordinarius der Diözese von Kiew und Zhytomyr der Römisch-Katholischen Kirche in der Ukraine.

Українська Греко-Католицька Церква: „Die Menschen sind der Spaltungen und Teilungen müde. In gewissen Augenblicken sind sie mutiger und offener als die Hierarchen“, – Seine Seligkeit Sviatoslav

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