Dienstag, 7. Mai 2013

RUSSLAND: Patriarch Kyrill I. setzt Hoffnung auf ökumenische Zusammenarbeit mit Papst Franziskus


Russisch-orthodoxe Kirche „offen für den Dialog mit der römisch-katholischen Kirche“

Moskau, 06.05.13 (poi) Die russisch-orthodoxe Kirche ist „offen für den Dialog mit der römisch-katholischen Kirche“ und hofft, dass sich dieser Dialog durch Papst Franziskus gut entwickeln wird: Dies betonte der Moskauer Patriarch Kyrill I. in einem Fernsehinterview, das von den russischen Sendern „Rossija 1“ und „Rossija 24“ ausgestrahlt wurde. Wörtlich sagte der Patriarch: „Wir sind offen für den Dialog, die Zusammenarbeit und die Entwicklung dieser Interaktion“. Die Zeit der „Unordnung“ und der„Verwirrung“ im Hinblick auf wichtige gesellschaftliche Probleme sei vorbei. Diese positive Entwicklung habe unter Benedikt XVI. begonnen, unterstrich Kyrill I. Er hoffe, dass dieser Trend unter Papst Franziskus, der „offen für gesellschaftliche Probleme und sensibel für soziales Unrecht“ sei, weiterentwickelt und vertieft wird.

Unter Benedikt XVI. hätten sich die Beziehungen zwischen russisch-orthodoxer und römisch-katholischer Kirche wesentlich verbessert, weil man sich entschlossen habe, einige „extravagante Projekte“ – wie einen Papstbesuch in Moskau – beiseitezulegen, stellte der Patriarch fest. Es gebe für beide Kirchen gemeinsame Herausforderungen, die Produkt einer Konsumgesellschaft seien, die „auf ihre Laster nicht verzichten will“. Im Gegenteil, Laster würden legalisiert und legitimiert. All dies führe zu einer Zerstörung der Persönlichkeit und zu Krisen, die im wirtschaftlichen, finanziellen, politischen oder Umweltbereich aufbrechen können.

Auf diese Herausforderungen müsse es eine Antwort geben, betonte Kyrill I. Die großen Pariser Proteste gegen die sogenannte „Homo-Ehe“ seien eine „erfreuliche Überraschung“ gewesen. Er habe diesen Protest, der stark religiös motiviert sei, in dieser Form nicht erwartet. PRO ORIENTE

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