Donnerstag, 9. Mai 2013

KATHWEB: Erzbischof Kothgasser sorgt sich um Christen im Orient


Salzburg (KAP) Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser sorgt sich um die Christen im Orient. "Religionsfreiheit wird in vielen Ländern der Welt stark beschränkt, und gewalttätige Angriffe gegen Christen nehmen stark zu", sagte er am Montagabend beim traditionellen Medienempfang im Erzbischöflichen Palais in Salzburg. Besonders erschüttert zeigte sich Kothgasser über die jüngste Entführung zweier Bischöfe in Syrien, von denen er einen - den syrisch-orthodoxen Metropoliten Mar Gregorius Ibrahim - persönlich schätzen gelernt habe. "Wir können nur hoffen und beten, dass sie bald freikommen."

Er kenne die existenzielle Not der verfolgten Christen von Reisen in den Nahen Osten und aus Medienberichten, sagte Erzbischof Kothgasser. Die Situation der syrischen Flüchtlinge im Libanon sei dramatisch und teilweise lebensbedrohlich. Kothgasser: "Ich bin froh, dass die Caritas Salzburg versucht zu helfen, wo es möglich ist."

Rund 80 Journalisten und Vertreter der Kirche waren der Einladung des Erzbischofs gefolgt. Kothgasser dankte den Medienschaffenden für ihr Interesse an der katholischen Kirche und die "faire Berichterstattung, um die ich auch für meinen Nachfolger ersuche". Was seine Emeritierung anlange, "warten wir noch immer auf Nachrichten aus Rom, damit das kleine Konklave beginnen kann", so der Erzbischof. Er hatte vor einem Jahr anlässlich der Vollendung des 75. Lebensjahres dem Papst seinen Rücktritt angeboten. Dieser wurde bisher allerdings noch nicht angenommen. Bekanntlich wählt das Salzburger Domkapitel aus einem Dreiervorschlag des Papstes den Erzbischof.

Am Beginn des Medienempfangs führte der Direktor des Salzburger Dommuseums, Peter Keller, durch das Museum und das neu entstehende Domquartier. Der Empfang fand heuer erstmals im neu renovierten Foyer und im Rupertussaal des Erzbischöflichen Palais statt.

Christen zur Emigration gezwungen

Der Ostkirchenexperte und Vorsitzende von "Pro Oriente"-Salzburg, Prof. Dietmar Winkler, zeigte auf, dass Christen im Nahen Osten nur die gleichen Rechte haben wollen wie die anderen Bürger. "An der Religionsfreiheit zeigt sich echte Freiheit und Demokratie", stellte er fest. Weiter auf KATHWEB

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