Freitag, 17. Mai 2013

ISTANBUL: Patriarch Bartholomaios I. eröffnet Studientagung über Religionsfreiheit (PRO ORIENTE)


Gemeinsame Veranstaltung des Ökumenischen Patriarchats und des „Rates der Europäischen Bischofskonferenzen“ aus Anlass des 1.700-Jahr-Gedenkens der „Mailänder Vereinbarung“

Istanbul, 16.05.13 (poi) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. eröffnet am Freitag in Istanbul eine Studientagung über „die Religionsfreiheit in Europa und der Welt“. Die Studientagung über historische, juridische und politische Aspekte der Religionsfreiheit wird aus Anlass des 1.700-Jahr-Gedenkens der „Mailänder Vereinbarung“ – mit der im Römischen Reich Religionsfreiheit verkündet wurde - gemeinsam vom Ökumenischen Patriarchat und vom „Rat der (katholischen) Europäischen Bischofskonferenzen“ (CCEE) veranstaltet. Die Hauptreferate halten der orthodoxe Metropolit von Paris (und Vorsitzende der „Konferenz der (nichtkatholischen) Kirchen Europas“/CEC), Emmanuel (Adamakis), und der ungarische Kardinal-Primas Peter Erdö als CCEE-Vorsitzender. Anschließend wird mit Hilfe von orthodoxen, katholischen jüdischen und islamischen Experten die Religionsfreiheit vom Standpunkt der Religionsgemeinschaften aus beleuchtet. In einem weiteren Schritt setzen sich die Teilnehmer der Studientagung mit der Lage der Religionsfreiheit in aller Welt und dem Verhältnis von Religion, Politik und Gesellschaft auseinander. Den Abschluss bildet am Samstag ein Besuch am Sterbeort Kaiser Konstantins bei Nikomedia (Izmit). 

Metropolit Emmanuel hat in einem Interview auf den Skandal hingewiesen, dass „1.700 Jahre nach der ‚Vereinbarung von Mailand’ weiterhin Christen wegen ihres Glaubens sterben müssen und sogar in Europa Akte der Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen zunehmen“. Daher habe man es im Ökumenischen Patriarchat für notwendig erachtet, das Jubiläum der „Mailänder Vereinbarung“ mit einer Analyse der Situation der Religionsfreiheit in Europa und in der Welt zu verbinden. Gemeinsam mit den anderen orthodoxen Kirchen sei das Ökumenische Patriarchat bemüht, die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche zu vertiefen, „im Sinn des gemeinsamen Zeugnisses für das Evangelium und für den Schutz der Religionsfreiheit auf unserem Kontinent und in der ganzen Welt“. Im Hinblick auf das Martyrium so vieler Christen in jüngster Zeit seien die Kirchen aufgerufen, sich dafür einzusetzen, dass die an Christus Glaubenden „überall frei leben und ihren Glauben bezeugen können“. PRO ORIENTE

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