Samstag, 13. April 2013

"PRO ORIENTE"-SALZBURG: Internationales Symposion über das „Monastische Leben in der Armenischen Kirche“

Initiative der Salzburger „Pro Oriente“-Sektion und ihres Vorsitzenden Prof. Winkler – „Glorreiche Vergangenheit – ökumenische Neubesinnung – Herausforderung für die Zukunft“

Das Symposion wird am Montagmorgen mit einem Morgengebet und Begrüßungsansprachen des armenischen Botschafters Arman Kirakossian und des Dekans der Katholisch-Theologischen Fakultät, Prof. Hans-Joachim Sander, eröffnet. In den Einführungsreferaten gibt Prof. Winkler einen Überblick über das heutige monastische Leben in den orientalisch-orthodoxen Kirchen, die Armenologin Dum-Tragut spricht über den kulturellen Einfluss des armenischen Mönchtums. Der Ökumene-Beauftragte des Katholikosats von Kilikien, Erzbischof Nareg Alemezian, behandelt das heutige zölibatäre Priestertum in der armenischen Kirche an Hand der Situation in seiner Heimatkirche, wo die „Bruderschaft des Heiligen Stuhls von Kilikien“ die zölibatären Priester umfasst. Der in Armenien tätige Gefängnisseelsorger P. Ruben Zarkaryan analysiert das Bild des Mönchtums in der armenischen patristischen Literatur, der Vardapet Pakrad Berjekian, Mitglied des Heiligen Synods des armenischen Patriarchats Jerusalem, berichtet über die frühe Geschichte des armenischen Mönchtums im Heiligen Land. Der in Venedig lehrende Professor für armenische Sprache und Literatur Levon Boghos Zekiyan schildert Geschichte und Bedeutung der Mechitharisten (armenisch-katholische Mönche, deren Hauptsitze Venedig und Wien sind).

Nach diesem Überblick über die Modelle des armenischen Mönchtums geht es am Dienstag um das Verhältnis von Mönchtum und Spiritualität, aber auch um die Spannung zwischen Orient und Okzident,. Der im armenischen Gjumri residierende armenisch-katholische Erzbischof für Osteuropa, Raphael Minassian, legt die Begegnung des armenischen Mönchtums mit der römisch-katholischen Kirche in der Zeit des Königreichs Kilikien (Anfang des 11. bis Ende des 14. Jahrhunderts) dar. Der Vardapet Daniel Findikyan, Professor für Liturgiewissenschaft am Seminar St. Nerses im US-amerikanischen New Rochelle, spricht über armenische monastische Spiritualität und Liturgie. Die Situation des katholischen Mönchtums in Gegenwart und Zukunft behandeln der Tiroler Franziskanerpater Johannes Schneider, der Melker Benediktinerpater Gottfried Glaßner (der auch Nationalsekretär des „Andreas-Petrus-Werkes“ ist) und der Rektor des Kollegs St. Benedikt, P. Paulus Koci.

Die Herausforderungen für die Zukunft im armenischen monastischen Leben stellt der Direktor des Ökumene-Instituts in Etschmiadzin, Bischof Hovakim Manukyan, dar. Die Zukunft des armenischen Mönchtums – das nach den furchtbaren Verheerungen des frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere in Westarmenien bzw. Ostanatolien in den Jahren zwischen 1915 und 1923) da und dort wieder aufzublühen beginnt – wird auch das prägende Thema der Abschlussdiskussion sein.

Salzburg, 11.04.13 (poi) Das „Monastische Leben in der Armenischen Kirche“ steht im Mittelpunkt eines internationalen Symposions, das am 15./16. April in der Aula der Salzburger Universitätsbibliothek stattfindet. Wie der Salzburger Kirchenhistoriker Prof. Dietmar W. Winkler mitteilte, wird das von der Salzburger „Pro Oriente“-Sektion getragene Symposion gemeinsam mit den armenisch-apostolischen Katholikosaten von Etschmiadzin und Kilikien sowie der Forschungsplattform der Katholisch-Theologischen Fakultät Salzburg, dem Mayr-Melnhof-Institut für den Christlichen Osten und dem Benediktinerkolleg St. Benedikt durchgeführt. Prof. Winkler, Vorsitzender der Salzburger „Pro Oriente“-Sektion, wissenschaftlicher Leiter des 2006 von „Pro Oriente begründeten „Forum Syriacum“ und Mitglied der offiziellen internationalen Dialogkommission zwischen der katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen (zu denen auch die armenisch-apostolische Kirche gehört), organisiert gemeinsam mit der Salzburger Armenologin Doz. Jasmine Dum-Tragut das internationale Symposion. Es wird überwiegend in englischer Sprache abgehalten und trägt den signifikanten Untertitel „Glorreiche Vergangenheit – ökumenische Neubesinnung – Herausforderung für die Zukunft“. Die Salzburger „Pro Oriente“-Sektion führt mit dem Symposion die langjährige Verbundenheit mit der armenischen Kirche weiter; Ausdruck dieser Verbundenheit war u.a. die Armenienreise einer hochrangigen Salzburger „Pro Oriente“-Delegation unter Leitung von Erzbischof Alois Kothgasser im September 2010. PRO ORIENTE

 Weiteres auf http://byzantinischesgebetszentrum.blogspot.co.at/2013/03/symposium-in-salzburg-monastic-life-in.html

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