Mittwoch, 24. April 2013

„Die UGKK wird ihre Beziehungen mit der Kirche des alten Konstantinopels erweitern“, – das Oberhaupt der UGKK nach dem Treffen mit Patriarch Bartholomäus I

Am 20. April 2013 fand im Rahmen der Pilgerreise zu den Heiligtümern des alten Konstantinopels ein offizielles Treffen der Delegation der UGKK mit dem Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus I. statt, und zwar in dessen Residenz in Istanbul. Die Delegation der UGKK wird von Seiner Seligkeit Sviatoslav (Shevchuk) geleitet, sein Begleiter ist Seine Exzellenz Borys (Gudziak), der Leiter der Abteilung für auswärtige Beziehungen der UGKK.
„Meiner Meinung nach, war dieser Besuch sehr wichtig und er fand auf unsere Initiative hin statt. Denn die Kirche des alten Konstantinopels ist die Mutterkirche für alle Christen der Kiewer Tradition, welche den Glauben in der Taufe durch den apostelgleichen Fürsten Volodymyr den Großen erhielten“, – so kommentierte das Oberhaupt der UGKK dieses Ereignis. Zu diesen Kirchen zählen die Ukrainische Orthodoxe Kirche (UOK) des Moskauer Patriarchats, die UOK des Kiewer Patriarchats, die Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche und die UGKK. Der Großerzbischof der UGKK betonte, dass der Ökumenische Patriarch in der heutigen ZEit eine wichtige moralische Autorität in der orthodoxen und in der ganzen christlichen Welt sei. Frei von politischen und geopolitischen Verstrickungen, kann er auch für die ukrainische Christenheit eine wichtige moralische Autorität sein. Leider ist die eine Kiewer Kirche heute aufgeteilt.
„Ich versicherte dem Patriarchen meine Bereitschaft, unsere Beziehungen mit der Kirche des alten Konstantinopels in verschiedenen Formen zu vertiefen und zu erweitern. Dazu zählt auch die Wiederaufnahme der Arbeit der „Kiewer Studiengruppe“, die in den Achtziger Jahren in Nordamerika entstand und zu welcher die Theologen und Wissenschaftler der UOK der USA und Kanadas in der Einheit mit dem Ökumenischen Patriarchat sowie der UGKK gehörten“, – fügte S. S, Sviatoslav hinzu. Damals gelang es, viele theologische Fundamente für die Wiederaufnahme des Dialogs, sowie für eine mögliche Communio der UGKK mit der Kirche des alten Konstantinopels zu legen. „Natürlich, hat sich die religiöse Situation in der Ukraine in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert. Daher würde die Wiederaufnahme der Tätigkeit dieser Gruppe einerseits die Suche nach einer interkonfessionellen Verständigung und den Dialog innerhalb der Kiewer Christenheit, andererseits aber die Wiederaufnahme des Dialogs und die Möglichkeiten zur Communio zwischen den Kirchen fördern, welche die Erbinnen der Kiewer Christenheit in der Ukraine sind, mit der Kirche von Konstantinopel“, – schloss das Oberhaupt der UGKK.
Zum Schluss lud S. S. Sviatoslav den Patriarchen Bartholomäus dazu ein, an einem Treffen des Gesamtukrainischen Rates der Kirchen und der religiösen Organisationen teilzunehmen, welches im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten anlässlich des 1025-jährigen Jubiläums der Rus´-Ukraine stattfinden wird.
 
Nachrichtenabteilung der UGKK

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