Montag, 11. Februar 2013

PRO ORIENTE: SYRIEN: Melkitischer Patriarch: Situation der Christen eine „Tragödie“

Beirut-Damaskus, 10.02.13 (poi) Die Situation der Christen in Syrien sei eine „Tragödie“, betont der der griechisch-katholische melkitische Patriarch von Antiochien, Gregorios III. (Laham), in seinem am Wochenende veröffentlichten Fastenhirtenbrief. Die griechisch-katholische Kirche bemühe sich – ebenso wie die anderen Kirchen –, den Menschen in Syrien zu helfen, wobei die Hilfe sowohl Christen als auch Muslimen zu gute komme, so der Patriarch. Die internationale Gemeinschaft müsse aber die Kirchen unterstützen: „Wir wissen nicht, wie wir auf Dauer die Hilfsprogramme fortsetzen sollen, um für die Inlandsflüchtlinge in Syrien Nahrung, Heizung, Medikamente, Schulgeld zu finanzieren“. Gregorios III. kündigt die Gründung eines Solidaritätskomitees unter seiner Leitung an; die melkitischen Bischöfe im Libanon, in Jordanien, in Ägypten, in Kuwait und in der westlichen Diaspora würden Subkomitees gründen.

Was von den internationalen Medien über Syrien berichtet werde, sei kein „Abbild der realen Situation“, unterstreicht der Patriarch . Bisher seien mindestens 100 Angehörige seiner Kirche in Syrien ermordet worden, 20 melkitische Gotteshäuser seien zerstört oder beschädigt. Viele Christen seien entführt worden und konnten erst nach Zahlung hoher Lösegelder zu ihren Familien zurückkehren. Die psychologische Situation der Christen sei von Angst, Furcht, Trauer und Sorge um getötete, verletzte, entführte Angehörige und Freunde gekennzeichnet. PRO ORIENTE

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