Donnerstag, 10. Januar 2013

UGKK: Weihnachten gibt uns eine wichtige Gelegenheit, die eigene Beziehung mit Gott zu erneuern



„Weihnachten ist ein sehr wichtiges Fest, eine wichtige Gelegenheit, um die eigene Beziehung mit Gott zu erneuern – mit demjenigen, mit dem wir durch unseren Glauben verbunden sind. Daher ist die Glaubensfrage in der Weihnachtszeit außerordentlich wichtig und aktuell“, – sagte der Vorsteher der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Seine Seligkeit Sviatoslav (Shevchuk) in einem Weihnachtsinterview für den Fernsehsender „Channel 5“. „Was bedeutet für mich mein christlicher Glaube? Was weiß ich über jene Wahrheiten, die ich als gläubige Person bekennen soll? Und noch eine sehr gewichtige Frage – inwiefern beeinflusst mein Glaube mein Leben? Welchen Einfluss hat meine Beziehung mit Gott auf die Beziehung mit meinem Nächsten, auf mein Alltagsleben? Von allen religiösen Feiertagen ist insbesondere das Weihnachtsfest dazu da, um unsere Beziehung mit Gott zu erneuern“, – so das Oberhaupt der Kirche. S. S. Sviatoslav stellt fest, dass Weihnachten in der heutigen Zeit etwas von seinem christlichen Inhalt einbüßt und oftmals zu einem kommerziellen Fest wird. Wir verlieren den religiösen Sinn des Weihnachtsfestes, indem wir lediglich gute Tischgelage veranstalten. „Dieses Jahr wurde zu einem Jahr des Glaubens erklärt. Ich glaube, dass gerade in diesem Jahr es wichtig ist, diesen ursprünglichen oder eigentlich christlichen Sinn von Weihnachten für sich neu zu entdecken. Das Weihnachtsfest ist eine Gelegenheit, zu der Quelle zurückzukehren, aus welcher unser Volk seine Ideen, die Elemente der Weihnachtsfreude geschöpft hatte. Wenn wir uns in die Quellen von Weihnachten vertiefen, dann begreifen wir, wie man es heute feiern soll“, – meint der Vorsteher der Kirche. Nach seiner Überzeugung feiern wir das Mysterium der Menschwerdung des Gottessohnes. „Das ist ein einzigartiges Ereignis in der Menschheitsgeschichte. Wir sagen, dass der Augenblick, in welchem der Heiland geboren wurde, das Zentrum der Menschheitsgeschichte ist. Das ist der Augenblick, welcher die Geschichte des Alls für immer in zwei Augenblicke aufteilt – den Augenblick vor und den Augenblick nach Weihnachten“, – sagte der Großerzbischof. „Worin besteht diese Einzigartigkeit?“ – fragt Seine Seligkeit – „Die heiligen Väter sprachen davon, dass wir in der Geburt Christi die einzigartige Vereinigung Gottes mit dem Menschen erblicken. Gott näherte sich dem Menschen so weit an, dass Er nicht nur neben, sondern in ihm ist. Deshalb leben wir unser Leben nie mehr gleichsam isoliert von Gott.“„Warum ist das für den gläubigen Menschen wichtig? Weil der Glaube dabei hilft, in der Einheit mit Gott zu sein. Durch den Glauben nehmen wir am Leben Gottes teil, und gleichzeitig nimmt Gott am Leben des Menschen teil. Gott nimmt dem Menschen sein Leiden, seine Schwachheit, ja sogar seine Sünde, und stattdessen gibt Er dem Menschen das, was nur Ihm selbst zu eigen ist: die ewige Freude, Frieden und Liebe. Das Heil, nach dem wir heute alle suchen, wird zärtlich in die Arme eines neugeborenen Kindes gelegt. Ich glaube, Gott hat die beste Weise gewählt, um das menschliche Herz zu bewegen – durch ein kleines Kind. Möge diese Weihnachtsfreude zu einer Quelle der Hoffnung für uns werden, zu jenem Licht, welches durch das Erklingen unserer Weihnachtslieder unsere Familien, unser Haus und unsere ukrainische Gesellschaft erneuert“, – wünschte das Oberhaupt der UGKK allen Gläubigen und allen Menschen guten Willens. Nachrichtenabteilung der UGKK

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