Freitag, 25. Januar 2013

UGKK: „Die UGKK ist dazu berufen, für die Einheit der Kirche Zeugnis abzulegen“- Bischof Venedykt Aleksijchuk - Lviv

Vladyka Venedykt Aleksiychuk

„Gott erwartet von uns, dass wir ein Zeugnis für die Einheit der Kirche ablegen. Wir als griechisch-katholische Christen sind ein lebendiges reales Modell der Kircheneinheit, die lange Jahrhunderte hindurch erprobt war. Wir müssen uns auch heute für die Sache der Einheit der Kirche verantwortlich fühlen und selbst zu ihrem Vorbild werden“ – sagte der Weihbischof der Lviver Erzdiözese Venedykt (Aleksijchuk) am 22. Januar 2013 während seines Vortrages zum Thema „Unsere christliche Identität“ an der Ukrainischen Katholischen Universität.

Der Weihbischof sprach über das Thema der christlichen Einheit und der Rolle der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche im Prozess des Ökumenismus.

Die Ukraine bzw. die UGKK befänden sich im Zentrum Europas und hätten nicht einfache historische Erfahrungen gemacht. Die Kirche vermochte aber die Treue zu Christus zu bewahren: „Wenn es um die Identität unserer Kirche geht, die zugleich katholisch und orthodox ist, geraten wir nicht selten in Versuchung nur eine Seite hervorzuheben. Dabei wird aber ein wichtiges Identitätsmerkmal vernachlässigt“.

Bischof Venedykt verglich die Identität der UGKK mit einer alten, teilweise kaputt gegangenen Ikone, auf der es auf den ersten Blick schwer zu erkennen sei, wer auf ihr abgebildet ist. Nur die Hand eines Restaurators vermöge das authentische Bild wieder zu erneuern. „Wir müssen nicht nur nach unserer Identität suchen, denn wir haben bereits eine von Gott gegebene Identität – wir sind die katholischen Ostchristen. Wir sind vom Herrn dazu berufen, ein vollkommenes Leben der vollen Einheit des christlichen Ostens und Westens zu leben. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott uns dazu gewählt, für die Einheit der Kirche Zeugnis abzulegen.“

Der Meinung des Bischofs nach bleibt die Spaltung zwischen Orthodoxie und Katholizismus eine tragische Realität des 21. Jahrhunderts, die sich besonders auf die Ukraine auswirkt: „Wir müssen nach tausend Jahren konstatieren, dass die Römisch-Katholische Kirche gelernt hat, ohne Orthodoxe und umgekehrt die Orthodoxe Kirche ohne die Römisch-Katholische zu leben. Wir als griechisch-katholische Christen brauchen aber den christlichen Osten und Westen. In unserer Kirche ist der Wunsch nicht verloren gegangen, nach der Einheit zu streben“. http://www.ugcc.org.ua

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