Montag, 21. Januar 2013

PRO ORIENTE: Katholischer Patriarch für „wahrhaftige Versöhnung“ unter Einschluss der Assad-Anhänger

Rolle der Christen von fundamentaler Bedeutung für die Versöhnung der vom Hass getrennten Bevölkerungsgruppen – Scharfe Kritik an Politikern „der USA, der Europäischen Union und der Golfstaaten“

Beirut, 18.01.13 (poi) „In Syrien schließen sowohl das Regime als auch die Rebellen von vornherein eine Versöhnung aus, jetzt sind die Christen die einzigen, die durch ihr Leben und ihre Werte für Versöhnung einstehen“: Dies betonte der im Libanon residierende syrisch-katholische Patriarch von Antiochien, Ignatios Yousef III. (Younan), in einem Interview mit der katholischen
Nachrichtenagentur „AsiaNews“. In Syrien müsse es Veränderungen geben, unterstrich Ignatios Yousef III. Auch seine Kirche habe in den letzten Jahren immer wieder an das Regime appelliert, das autoritäre Regierungssystem zu ändern und die Demokratie zu fördern. Die Veränderung sei notwendig, „aber nicht durch Gewalt“, die eine Frucht des Konfessionshasses sei, der Jahrzehnte weiterwirken könne, selbst wenn die bewaffneten Auseinandersetzungen aufhören sollten. Der einzige Weg sei eine „wahrhaftige Versöhnung, unter Einschluss der Leute des Regimes“. Sonst bestehe die Gefahr, dass entweder die Minderheiten oder aber die Angehörigen der sunnitischen Mehrheit die Zeche zu bezahlen haben. Weiter auf PRO ORIENTE

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