Mittwoch, 9. Januar 2013

KATHWEB: Tawadros II. betont Zusammengehörigkeit von Kopten und Muslimen


Vorschlag von Vertretern der koptischen Diaspora nach Aufteilung Ägyptens und Schaffung einer "koptischen Enklave" wird vom Papst-Patriarchen energisch zurückgewiesen

Vatikanstadt-Kairo, 08.01.2013 (KAP) Nachdem Vertreter der koptischen Diaspora die Aufteilung Ägyptens und die Schaffung einer "koptischen Enklave" vorgeschlagen haben, ist dieser Vorschlag von Papst-Patriarch Tawadros II. energisch zurückgewiesen worden. Tawadros bezeichnete ihn als "Diskussionsbeitrag unzurechnungsfähiger Menschen", wie "Radio Vatikan" am Dienstag berichtet.
Unter Berufung auf ein Interview Tawadros' mit der türkischen Nachrichtenagentur "Anadolu" - es wurde auch von ägyptischen Medien übernommen - anlässlich des koptischen Weihnachtsfestes heißt es in "Radio Vatikan", der Patriarch betone die Zusammengehörigkeit: "Die koptische Kirche ist wesentlicher Bestandteil Ägyptens, und sie wird sich nicht abspalten."

Der Patriarch fügte hinzu, dass die aktuellen Bedingungen nicht als "Krisensituation" bezeichnet werden könnten. Zwischenfälle mit religiösem Hintergrund habe es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gegeben.

Tawadros betonte, dass auch die Vorbehalte der Kopten gegenüber der neuen Verfassung nicht als "sektiererische" Haltung ausgelegt werden dürfen. Um was es gehe seien Zweifel im Hinblick darauf, dass einige Artikel "nicht den Prinzipien der Staatsbürgerschaft entsprechen". Die koptische, die katholische und die evangelische Kirche haben Präsident Mursi eine Liste mit jenen Artikeln geschickt, die ihrer Meinung nach die Religionsfreiheit einschränken könnten, weil sie vage formuliert sind oder durch Gesetze noch präzisiert werden müssen.Weiter auf KATHWEB

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