Freitag, 28. Dezember 2012

Українська Греко-Католицька Церква: Weihnachtsbotschaft Seiner Seligkeit Sviatoslav an die gläubigen der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche


 
„… denn darin wurden diejenigen, welche den Gestirnen dienten, durch einen Stern belehrt, Dich anzubeten, Du Sonne der Wahrheit und Dich zu erkennen, Du Aufgang aus der Höhe…“
Troparion des Weihnachtsfestes


An Ihre Exzellenzen die Erzbischöfe und Metropoliten, die gottgeliebten Bischöfe, die ehrwürdigen Geistlichen und Ordensleute, an die geliebten Brüder und Schwestern in der Ukraine und in der weltweiten Diaspora
Geliebte Brüder und Schwestern in Christus !

An diesem frohen Festtag der Geburt Christi übermittle ich euch allen meine herzlichsten Grüße zur dieser großen Feier unseres christlichen Glaubens. Weihnachten ist ein Tag, an dem es dem ewigen und unsichtbaren Gott gefiel, als ein neugeborenes Kind ins menschliche Leben einzutreten. Weihnachten ist die Zeit, in der der mächtige und unbegreifliche Allherrscher, welcher das Leben und das Schicksal allen Daseins in seinen Händen hält, sich selber den Menschen ausliefern wollte, sich in die Hände seiner jungfräulichen Mutter legen ließ und Schutz bei Ihrem Verlobten Josef suchte. Weihnachten ist ein feierlicher Augenblick, in dem der einsame heutige Mensch ehrfurchtsvoll die unaussprechliche Gottesnähe und die Achtung Gottes gegenüber sich selbst verspürt, wenn Himmel und Erde, Engel und Menschen, Himmelskörper und irdische Tiere sich zu einer einzigen Familie um die Krippe von Bethlehem versammeln, in der heute der neugeborene König der Äonen ruht, um fröhlich zu singen: „Lasst uns Ihn lobpreisen!“
 
…denn darin wurden diejenigen, welche den Gestirnen dienten…belehrt
Viele unterschiedliche Wege führen heute zum armseligen Stall in Bethlehem von Judäa. Sie treffen sich vor der geheimnisvollen Krippe, in der der neugeborene Christus der Herr ruht. Von einer solchen Reise, von ihrem Anfang, vom schwierigen Weg und von der Krönung erzählt uns heute der Evangelist Matthäus. Es geht um die Weisen aus dem Osten, die von einem Stern geleitet werden. Die kurze Erinnerung an sie birgt eine tiefe Wirklichkeit in sich. Es handelt sich um wunderbare Reisende, die wir auch „orientalische Könige“ oder „heidnische Priester“ nennen und die nach der kirchlichen Tradition Kaspar, Melchior und Balthasar hießen. Wahrscheinlich, waren sie babylonische Astronomen, hochgebildete Menschen ihrer Zeit. Nachdem sie die Bewegung der Himmelskörper beobachtet und ihre Umwelt studiert hatten, kamen sie zum Schluss, dass das Weltall kein Durcheinander von Zufälligkeiten ist, sondern vielmehr alles Existierende ein Ziel hat, zu dem es strebt – es erwartet Jemanden. Durch ihre wissenschaftliche Suche angeregt, folgten diese orientalischen Könige letztendlich dem Stern, um zu erfahren, wohin er unterwegs ist und wo Derjenige ist, Den das All erwartet. Die Weisen sind eine Personifizierung der Menschheit, weil sie auf der Grundlage der Fähigkeit des menschlichen Verstandes, die Wahrheit zu erkennen, aufrichtig diese suchen. Das ist jene Menschheit, die über ein Wissen verfügt, aber kein Verständnis von alldem hat, worüber sie weiß.
Ungewöhnlich war der Weg dieser heidnischen Priester zur Wahrheit – zur Erkenntnis des wahren Gottes, des Schöpfers und des Erlösers der Welt. Wahrscheinlich, besuchten sie unterwegs mehrere irdische Herrscher, unter diesen auch den König Herodes, als sie sein Herrschaftsgebiet durchquert hatten. Aber erst nachdem sie, dem Sterne folgend, in Bethlehem angekommen waren und den Einen fanden, zu dem sowohl die Himmelskörper, als auch die irdischen Wesen in Anbetung unterwegs sind, begriffen sie in Christus Jesus den Sinn ihrer Reise: Sie waren vom Dienst an den Gestirnen zum Dienst an Gott gekommen. Der Hl. Irenäus lehrt: „Unser Herr Jesus Christus ist das Wort Gottes, welches in der Fülle der Zeiten ein Mensch unter Menschen wurde, um das Ziel mit dessen Ursprung zu vereinen, nämlich den Menschen mit Gott (Adversus Haereses 4, 20, 4-5). Indem sie durch den Stern selbst zum Glauben an den einen Gott gebracht wurden, huldigten sie dem armen Kindlein. Eben in diesem Kind sahen sie mit den Augen des Glaubens den allmächtigen König der Äonen, als sie Ihm das Gold als Gabe darbrachten; eben in Ihm erkannten sie den unbegreiflichen und ewigen Schöpfergott, als sie Ihm den Weihrauch als Gabe darbrachten; eben in Ihm fanden sie den menschgewordenen Erlöser und Messias, den Sohn Gottes, welcher seit Ewigkeit mit dem Heiligen Geist gesalbt war, als sie Ihm die kostbare duftende Myrrhe darbrachten.“


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