Samstag, 8. Dezember 2012

(RADIO VATIKAN)Naher Osten: Für Gleichstellung von Christen und Muslimen



RealAudioMP3 Christen im Nahen Osten sollen allen anderen Mitbürgern gleichgestellt sein. Das haben die katholischen Patriarchen und Bischöfe des Nahen Ostens bei einer gemeinsamen Versammlung im Libanon gefordert. Das dreitägige Treffen in Harissa ging am Mittwoch mit der Billigung zweier Dokumente zu Ende, in denen die Teilnehmer angesichts der gegenwärtigen sozialen und humanitären Dringlichkeiten in den arabischen Ländern ihre pastorale Fürsorge zum Ausdruck bringen.

Wie die Nachrichtenagentur Fides berichtet, enthält das zweite Dokument, das die Teilnehmer der Versammlung in Harissa unterzeichneten, einen Appell an die internationale Staatengemeinschaft und an alle Menschen guten Willens. Unter anderem gehe es in dem Schreiben auch um die Situation der Christen in den Ländern des Nahen Ostens.

Der maronitische Erzbischof von Beirut, Paul Matar, beschreibt im Gespräch mit Radio Vatikan, wie schwierig die Situation für die katholische Kirche in diesen Ländern oft ist:

„Wir müssen uns überall für die Religionsfreiheit einsetzen: bei der Regierung, in der Gesellschaft, an den Universitäten. Nur so können wir die Menschen dazu bringen, über Religionsfreiheit nachzudenken und über die Gleichberechtigung der Bürger. Das ist keine Frage einer persönlichen Entscheidung. Nein, es geht darum, die Mentalität im Nahen Osten zu ändern. Und das versuchen wir in einer Krisenzeit, mit Kriegen und dem arabischen Frühling. Wir stehen vor vielen Problemen, aber wir vertrauen auf Gott: Wir werden unseren Weg schon finden, die Gesellschaft zu verändern – mit der Zeit.”

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