Montag, 10. Dezember 2012

(PRO ORIENTE) SYRIEN: Verstorbener Patriarch von Antiochien wird am Montag in Damaskus beigesetzt

Die christliche Welt trauert um Ignatios IV. (Hazim): Papst Benedikt XVI., der Moskauer Patriarch Kyrill I. und Weltkirchenrats-Generalsekretär Fykse Tveit unterstreichen Bedeutung des Patriarchen


Damaskus-Beirut, 07.12.12 (poi) Der am 5. Dezember verstorbene griechisch-orthodoxe Patriarch von Antiochien, Ignatios IV. (Hazim), wird am Montagmittag nach dem feierlichen Begräbnisgottesdienst in der Mariameh-Kathedrale in Damaskus auf dem Patriarchenfriedhof der syrischen Hauptstadt zu Grabe getragen. In der libanesischen Hauptstadt Beirut hatte bereits am Sonntagmittag in der Nikolauskathedrale ein Gedenkgottesdienst für den Patriarchen stattgefunden. Im Libanon herrscht auf Anordnung von Ministerpräsident Najib Miqati aus Anlass der Beisetzung des Patriarchen am Montag Staatstrauer.

Der libanesische Staatspräsident Michel Suleiman hatte bereits unmittelbar nach dem Ableben von Ignatios IV. erklärt, der Tod des Patriarchen stelle nicht nur für seine Kirche, sondern für den ganzen Libanon und alle Araber einen großen Verlust dar. Ignatios IV. habe sich durch Weisheit und Mut ausgezeichnet und sei ein “Anwalt des Dialogs” gewesen. Auch die führenden religiösen Persönlichkeiten des Libanons, der maronitische Kardinal-Patriarch Bechara Boutros Rai und der sunnitische Großmufti Mohammad Rashid Qabbani, äußerten sich in ähnlichem Sinn.

Der Tod des Patriarchen von Antiochien hat in der ganzen christlichen Welt Trauer und Betroffenheit ausgelöst. Papst Benedikt XVI. erinnerte daran, dass Ignatios IV. maßgeblich an der Annäherung zwischen katholischer und orthodoxer Kirche beteiligt gewesen sei und würdigte ihn als „leuchtendes Beispiel des Glaubens und der Barmherzigkeit“. Ignatios IV. habe die Kirche von Antiochien in einer Zeit schwerer Prüfungen geleitet, betonte der Moskauer Patriarch Kyrill I. Seine „biblische Weisheit und tiefe christliche Demut“ habe den verstorbenen Patriarchen zu einer „der wichtigsten religiösen Führungspersönlichkeiten der Gegenwart“ gemacht. Der Generalsekretär des Weltkirchenrats, Pfarrer Olav Fykse Tveit, brachte seine „tiefe Trauer“ zum Ausdruck. Ignatios IV. habe im Nahen Osten auf Grund seines „systematischen Einsatzes für Frieden und Versöhnung in der Region“ sowohl bei Christen wie bei Muslimen Respekt und Zuneigung genossen. Wörtlich stellte Fykse Tveit fest: „Wir haben einen großen Kirchenmann verloren, einen geistlichen Vater, einen tiefschürfenden Theologen und eine Autorität des ökumenischen Dialogs“. Weiter auf PRO ORIENTE

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