Mittwoch, 12. Dezember 2012

(PRO ORIENTE) PRAG: Trauer um griechisch-katholischen Altbischof Ljavinec

Einstiger Untergrund-Seelsorger organisierte 1968 mit Kardinal Tomasek landesweite Petition, die 1969 zur Wiederzulassung der griechisch-katholische Kirche führte


Prag, 11.12.12 (poi) Der emeritierte Apostolische Exarch der griechisch-katholischen Kirche in der Tschechischen Republik, Bischof Ivan Ljavinec, ist am Sonntag im Alter von 89 Jahren in einem kirchlichen Seniorenheim im mährischen Zernuvka verstorben. Ljavinec hatte dort seine letzten Lebensjahre verbracht. Der Trauergottesdienst findet am Mittwoch um 10 Uhr in der griechisch-katholischen Klemenskathedrale in Prag statt.

Danach wird die sterbliche Hülle in Ljavinec' ukrainischen Geburtsort Wolowez in den Karpaten überführt.

Ivan Ljavinec wurde am 18. April 1923 in der damals zur jungen Tschechoslowakei gehörenden Karpathoukraine als Sohn eines Lehrers geboren. Nach Absolvierung des russischen Gymnasiums in Mukatschewo studierte er in Uschgorod und Wien Theologie. Die Priesterweihe empfing er am 28. Juli 1946 aus den Händen des 2001 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochenen Bischofs von Presov, Pavel Gojdic, dessen Sekretär er wurde.

Nach der Liquidierung der griechisch-katholischen Kirche in der Tschechoslowakei im Jahr 1950 wirkte er im Untergrund. Als Gojdic eingesperrt wurde, machte ihn dessen Weihbischof, der 2003 ebenfalls selig gesprochene Vasil Hopko, zum Generalvikar der Eparchie Presov mit besonderen Vollmachten.

1955 wurde Ljavinec festgenommen und 1956 in einem konstruierten Prozess zu vier Jahren Kerker verurteilt. Mit Aufenthaltsverbot in der Ostslowakei belegt, verdingte er sich nach der Freilassung bei der Müllabfuhr sowie als Heizer und Schaffner in Prag. Weiter auf Pro Oriente

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