Freitag, 7. Dezember 2012

(PRO ORIENTE) KARDINAL SCHöNBORN: Freude über „Auferstehung“ der ukrainisch-katholischen Kirche

Pontifikalamt im byzantinischen Ritus im Wiener Stephansdom - Erinnerung an die Verfolgung der Unierten durch den kommunistischen Totalitarismus

Wien, 04.12.12 (poi) Seine Freude über die „Auferstehung“ der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine betonte Kardinal Christoph Schönborn am Montagabend im Wiener Stephansdom bei einem feierlichen Pontifikalamt im byzantinischen Ritus. Kardinal Schönborn ist auch Ordinarius für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Österreich. Mit dem Kardinal konzelebrierten der Generalvikar für den byzantinischen Ritus, Jurij Kolasa, und zahlreiche unierte Priester. Sie betreuen Gemeinden des byzantinischen Ritus, in denen in ukrainischer, rumänischer und arabischer Sprache die Liturgie gefeiert wird. An dem feierlichen Pontifikalamt – das von zwei ostkirchlichen Chören musikalisch gestaltet wurde – nahm auch der ukrainische Botschafter in Österreich, Andrij W. Bereznyj, teil.

Kardinal Schönborn sagte wörtlich: „Für mich als Ordinarius für die Katholiken des byzantinischen Ritus ist es eine Freude, die griechisch-katholische Kirche wachsen zu sehen, diese Kirche lebt“. In der Zeit des kommunistischen Totalitarismus habe die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine, in Rumänien, in der Slowakei und in anderen Ländern schwere Verfolgungen erlitten, sie sei in die Katakomben gezwungen worden. Aber auch in diesem Fall habe sich erwiesen, dass „das Blut der Märtyrer der Same des Glaubens“ ist.

Der Wiener Erzbischof berichtete, dass er am Sonntag in der Pariser Kathedrale Notre Dame an der Amtseinführung des neuen ukrainischen griechisch-katholischen Exarchen für Frankreich, Borys Gudziak, teilgenommen hatte. Gudziak, der 1960 in den USA geboren wurde, hat in Rom und an der Harvard-Universität studiert. Seine Harvard-Dissertation über „Crisis and Reform: The Kievan Metropolitanate, the Patriarchate of Constantinople, and the Genesis of the Union of Brest“ fand in Fachkreisen große Beachtung. 1992 übersiedelte er nach Lemberg (Lwiw), wo er das Institut für Kirchengeschichte begründete, dessen Dekan er bis Oktober 2002 war. 1998 wurde er zum Priester und heuer zum Bischof geweiht. Er ist Nachfolger des früheren Exarchen Michail Hryntschyschyn und auch für die ukrainischen griechisch-katholischen Gläubigen in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz zuständig. PRO ORIENTE

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