Samstag, 29. Dezember 2012

GOK: Weihnachtsbotschaft: Patriarch Bartholomaios I. ruft “Jahr der Solidarität” aus


bartholomaios1Zu einem „Jahr der Solidarität“ hat der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. aufgerufen. In seiner Weihnachtsbotschaft kritisiert der Patriarch die Konzentration des Reichtums in den Händen weniger und die gleichzeitige wirtschaftlichen Verelendung weiter Teile der Weltbevölkerung. Dieses Ungleichgewicht, weltweit als ökonomische Krise bezeichnet, sei in Wahrheit die Konsequenz einer moralischen Krise.
Er hoffe, schreibt Patriarch Bartholomaios, durch das kommende „Jahr der Solidarität“ „hinreichend viele Herzen für dieses Problem der großen und weit verbreiteten Armut zu erreichen, damit sie die notwendigen Maßnahmen ergreifen, die Not der Hungernden und Benachteiligten zu lindern“. Zugleich ruft Bartholomaios I. alle Menschen guten Willens und alle Regierungen zur Zusammenarbeit auf, „um den Frieden des Herrn auf Erden zu verwirklichen“.
Wortlaut der Weihnachtsbotschaft des Ökumenischen Patriarchen
+ B A R T H O L O M A I O S
durch Gottes Erbarmen Erzbischof von Konstantinopel, dem Neuen Rom, und Ökumenischer Patriarch, allem Volk der Kirche Gnade, Friede und Erbarmen von Christus, unserem in Bethlehem geborenen Erlöser
„Christus wird geboren, verherrlicht Ihn.
Christus auf Erden, laßt euch erhöhen.“
Lasst uns voller Freude die unsagbare Herabkunft Gottes feiern. Bei dieser Feier gehen uns die Engel voran mit dem Lobpreis: „Ehre sei Gott in den Höhen und Friede auf Erden, bei den Menschen Wohlgefallen.“
Zwar sehen und erleben wir auf der Erde Kriege und Kriegsdrohungen. Doch darum wird die freudige Botschaft nicht etwa aufgehoben. Durch die in Jesus Christus geschehene Versöhnung Gottes mit den Menschen ist in der Tat der Friede auf die Erde gekommen. Jedoch haben wir Menschen uns trotz seines heiligen Willens, unglücklicherweise, nicht miteinander versöhnen lassen. Wir bleiben einander feindlich gesonnen. Hinsichtlich unserer religiösen und politischen Überzeugungen zeichnen wir uns aus durch Fanatismus, hinsichtlich des Erwerbs von Gütern durch Geiz, hinsichtlich der Ausübung politischer Gewalt durch Expansionismus. Und so geraten wir in Konflikte mit unseren Mitmenschen.
Der erleuchtete heilige römische Kaiser Konstantin d. Gr. hat durch sein im Jahr 313 erlassenes Edikt von Mailand verfügt, dass die Christen – ebenso wie die Gläubigen aller anderen Religionen – ihre Religion frei ausüben dürfen. Leider gibt es auch nach den seitdem vergangenen 1700 Jahren weiterhin örtlich begrenzte religiös motivierte Verfolgungen von Christen oder anderen Minderheiten.
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