Dienstag, 13. November 2012

UGKK: Symposium zum Gedenken an den seligen Priester Oleksij Zaryckyj in Kasachstan




Vom 3.- 5. November 2012 begingen die Griechisch-Katholische und die Römisch-Katholische Kirche gemeinsam den 100. Geburtstag des Seligen Priester Oleksij Zaryckyj in Karaganda (Kasachstan). Der Griechisch-Katholische Priester Zaryckyj wurde in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg festgenommen, zu einer langjährigen Strafe verurteilt und nach Karaganda geschickt. Nach Beendigung seiner Strafe blieb er in Kasachstan und Russland, um als illegaler Seelsorger dort zu arbeiten. Er machte Seelsorge nicht nur unter den deportierten riechisch-katholischen Ukrainern, sondern auch unter den römisch-katholischen Christen, vor allem den deutschen Katholiken. Seine aktive Tätigkeit führte zur erneuten Festnahme und Verurteilung. Zaryckyj starb im Konzentrationslager in der Nähe von Karaganda und wurde dort begraben. Erst nach der Wende konnte man seine Gebeine in die Westukraine bringen und dort beisetzen. Im Juni 2001 sprach ihn Papst Johannes Paul II während seines Besuches in der Ukraine selig.
Am internationalen wissenschaftlichen Symposium anlässlich seines 100. Geburtstags nahmen Wissenschaftler aus Polen, der Ukraine und Kasachstan teil. Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche vertraten Weihbischof von Kyiv Josyf Milan, Dr. Andriy Mykhaleyko, Direktor des Instituts für Kirchengeschichte und der Basilianer P. Polikarp Marceljuk.
Nach dem Symposium feierten die Bischöfe, der Klerus und die Gläubigen ein feierliches Pontifikalamt in der Griechisch-Katholischen Kirche Maria Schutz. Nach dem Gottesdienst besuchten die Teilnehmer des Symposiums und die Mitglieder der Gemeinde das staatliche Museum am Ort, wo früher sich der Konzentrationslager Karlag befand und den Friedhof, auf dem Priester Zaryckyj begraben wurde und wo heute sein Denkmal steht.
Nachrichtenabteilung der UGKK
 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen