Sonntag, 25. November 2012

UGKK: Das Oberhaupt der UGKK betete für die Opfer des Holodomors zusammen mit den katholischen Bischöfen des orientalischen Ritus von Europa


Der Vorsteher der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Seine Seligkeit Sviatoslav (Shevchuk), betete für die Opfer des Holodomor zusammen mit den katholischen Bischöfen des orientalischen Ritus in Zagreb, wo gerade ihr alljährliches Treffen (22.-25. November) stattfindet. Diese Veranstaltung in Kroatien findet anlässlich des vierhundertjährigen Jubiläums der Gründung der Eparchie von Krizevci statt.
 
Die Bischöfe aus 14 europäischen Ländern beteten zusammen für die Heilung der Wunden des ukrainischen Volkes, die ihm durch den Holodomor 1932/1933 zugefügt wurden, sowie dafür, dass sich ähnliche Tragödien nicht mehr wiederholen.
 
Im Vorfeld des Treffens antwortete S. S. Sviatoslav in einem Interview für die Zeitung „Nash sobor“ auf die Frage, ob die Wunden des ukrainischen Volkes verheilt sind, dass das Verschweigen einer so ungeheuren Tragödie einer Heilung der Wunden niemals förderlich sein könne.
 
Seiner Meinung nach, sind die Wunden der Ukrainer von dieser Tragödie „so tief, dass sie noch viele Jahre brauchen, bis sie verheilt sind“. „Wir müssen noch reif dafür werden, dass jeder, der die Tatsache dieses Völkermordes in der Ukraine bestreitet, sowohl in unserem Staat als auch in der ganzen Welt, für einen Mittäter oder eine Person gehalten wird, die ein Verbrechen rechtfertigt – das Verbrechen, für welches es keine Rechtfertigung gibt!“
 
Der Vorsteher der UGKK glaubt, dass der Völkermord durch Hunger die billigste Massenvernichtungswaffe war, die weder auf das Alter, noch auf das Geschlecht oder auf die Klassenzugehörigkeit Rücksicht nahm. „Aber sie war vor allem gegen die Ukrainer gerichtet, die in der Bevölkerung dieser Gebiete in der Überzahl waren“, – meint Seine Seligkeit Sviatoslav. Weiter auf UGKK

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