Freitag, 9. November 2012

(RADIO VATIKAN) Kardinal Koch: Gültigkeit von „Nostra aetate“ steht außer Frage

Die katholische Kirche hält unverändert am christlich-jüdischen Dialog und an der Aussöhnung mit dem Judentum fest. Das hat der Schweizer Kurienkardinals Kurt Koch nach Angaben der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ vom Donnerstag betont. Die Einigungsbemühungen mit der traditionalistischen Piusbruderschaft beeinflussten oder modifizierten diese Position in keiner Weise, betonte Koch. Der Kardinal wandte sich gegen Befürchtungen von jüdischer Seite, durch eine mögliche Integration traditionalistischer Priester und Laien „mit antijüdischen Tendenzen“ könnte innerhalb der Kirche die Gültigkeit der Erklärung „Nostra aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils abgeschwächt oder relativiert werden. „Nostra aetate“ sei und bleibe das „Grundlagendokument“ und die „Magna Carta“ für das Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum, betonte Koch. 

Der „Osservatore“ druckte Auszüge einer Rede ab, die Koch vor der Vollversammlung der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum gehalten hat. Dabei ging es um Fragen des christlich-jüdischen Dialogs, aber auch um Möglichkeiten der weiteren Verbreitung eines „Tags des Judentums“. Dieser wird bereits - meist am 17. Januar - in Italien, Österreich, Polen, den Niederlanden und in der Schweiz begangen. RADIO VATICAN

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