Donnerstag, 22. November 2012

(RADIO VATIKAN) Griechenland: Orthodoxer Erzbischof fordert Solidarität




Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise hat der Athener orthodoxe Erzbischof Hieronymos II. am Dienstag die EU aufgefordert, zu ihren Gründungsprinzipien zurückzukehren. Die Union habe sich von Solidarität, Kooperation und Brüderlichkeit zunehmend abgewandt und interessiere sich heute nur noch für Zahlen und Finanzen, kritisierte Hieronymos. Er kritisierte aber auch gewalttätige griechische Demonstranten, die EU-Vertreter angreifen. Hieronymos äußerte sich beim Besuch einer ökumenischen Delegation unter Leitung des Generalsekretärs des Weltkirchenrates (ÖRK), Olav Fykse Tveit, und jenem der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Guy Liagre. Hieronymos verwies darauf, dass die Kirche inzwischen überall im Land Lebensmittelausgaben eröffnet habe. Viele Eltern könnten sich Impfungen ihrer Kinder nicht mehr leisten und immer mehr Menschen kämen zu den Armenspeisungen der Kirche. Das Oberhaupt der orthodoxen Landeskirche, der 97 Prozent der Griechen angehören, verurteilte den Angriff von aufgebrachten griechischen Demonstranten gegen den deutschen Generalkonsul in Thessaloniki. Am Montag begann der Prozess gegen die Angreifer. Generalkonsul Wolfgang Hoelscher-Obermaier war am Rande eines Treffens deutscher und griechischer Bürgermeister angegriffen und mit Kaffee übergossen worden. RADIO VATIKAN

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