Sonntag, 4. November 2012

PRO ORIENTE: SYRIEN-Mar Gregorios: "Syrer sind für Religionsfreiheit"

Syrisch-orthodoxer Metropolit von Aleppo plädiert in den USA für Frieden und humanitäre Hilfsaktionen – Seit dem 20. Juli ist Aleppo eine „Geisterstadt“

Damaskus-New York, 04.11.12 (poi) „Die meisten Syrer sind für Frieden zwischen den Religionen und Religionsfreiheit“: Dies betonte der syrisch-orthodoxe Metropolit von Aleppo, Mar Gregorios Yohanna Ibrahim, im Gespräch mit der „Huffington Post“. Mar Gregorios hatte sich an der Monatswende in den Vereinigten Staaten aufgehalten, um die Sichtweise seiner Kirche deutlich zu machen und in Gesprächen mit Verantwortlichen in Washington und New York humanitäre Hilfsaktionen für Syrien in Gang zu bringen. Höhepunkt des US-Aufenthalts des Metropoliten war eine Veranstaltung an der Princeton University, die von dem aus Österreich stammenden Leiter des „Liechtenstein Institute on Self-Determination“ (LISD), Prof. Wolfgang F. Danspeckgruber, initiiert wurde. Während seines Aufenthalts in den USA ließ Mar Gregorios keinen Zweifel, dass Washington – „gemeinsam mit Russland, China, Saudiarabien, Iran, Katar und der Türkei“ – eine Schlüsselrolle im Hinblick auf die Zukunft Syriens spiele.

Bei der Diskussion in der „Dodds Hall“ zeichnete Mar Gregorios – der seit Jahrzehnten mit der Stiftung „*Pro Oriente“ verbunden ist - die Entwicklung in Syrien nach: Von den ersten Protesten gegen die Korruption im Zug des „Arabischen Frühlings“ im Frühling 2011 bis zu den Morden, Entführungen und Zerstörungen öffentlichen Eigentums von heute. Im Zug dieser Entwicklung – die „friedliche Bürger in gewalttätige Protestierer“ verwandelt habe – seien auch in die Antike zurückreichende christliche Kirchen – ebenso wie Moscheen – zerstört worden. Seit dem 20. Juli sei seine Heimatstadt Aleppo eine „Geisterstadt“, betonte der Metropolit. Aleppo sei „wie ein Gefängnis“, die Menschen könnten ihre Wohnungen nicht verlassen, sie seien ohne Strom, Wasser, Treibstoff und Nahrung. Schulen und Universitäten seien geschlossen. Wörtlich sagte Mar Gregorios: „Kurzum, Aleppo, das größte wirtschaftliche Zentrum und die zweitgrößte Stadt Syriens, ist völlig tot“. Weiter auf Pro Oriente

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